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Merken   Drucken   25.02.2004, 18:25 Schriftgröße: AAA

Wolfgang Deml: Ohne Stallgeruch  

Die Bayerische Warengenossenschaft war einmal ein so verschwiegenes wie unbekanntes Unternehmen. Dann kam Wolfgang Deml. Er machte Schluss mit der Geheimniskrämerei und putzt die BayWa AG mittlerweile als Kandidaten für den MDax heraus. von Gerhard Hegmann, München
Wolfgang Deml   Wolfgang Deml
Die Saat geht auf. Die Bayerische Warengenossenschaft hat sich in die BayWa AG verwandelt, einen Konzern mit 6 Mrd. Euro Umsatz und mehr als 15.000 Beschäftigten. Nicht nur Deutschlands größter Agrarhandels- und zweitgrößter Baustoffkonzern, sondern einer der führenden europäischen Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit den Schwerpunkten Agrar, Bau und Energie. Und die Genossen? Freunden sich vorsichtig mit kapitalistischem Gedankengut an. Akzeptieren, dass stille Reserven nicht mehr verschwiegen werden können. Stimmen zu, wenn Übernahmen anstehen.
Dennoch kann Wolfgang Deml seine stete Überzeugungsarbeit keineswegs einstellen. Der Vorstandsvorsitzende der BayWa ist noch längst nicht am Ziel. Aber zufrieden und stolz heimst er die Erfolge seiner Arbeit ein. Etwa, wenn der Einfluss der früher alles dominierenden genossenschaftlichen Aktionäre wie den Volks- und Raiffeisenbanken sinkt und im Gegenzug der Anteil der freien Aktionäre auf 47 Prozent steigt. "Es gibt bereits Interesse von US-Anlegern", sagt Deml. Denen ist es nicht wichtig, ob das BayWa-Lagerhaus in der Nachbarschaft liegt und leicht mit den Traktor zu erreichen ist.

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