Es war ein seltsames Clan-Treffen; die Autonarren zu Gast beim Anthroposophen, bei Daniell Porsche, dem Weltverbesserer. 6,5 Mio. Euro hat er bezahlt, für eine neue Schule für 35 verhaltensauffällige und behinderte Kinder. Natürlich ist auch er ein "Porsche-Bubi", wie er selbst sagt, ein Urenkel des legendären Ferdinand Porsche, ein Neffe von Ferdinand Piëch.
Ein Achtel der Porsche-Aktien als Erbe
Fast ein Achtel der Porsche-Aktien wird der 34-Jährige einmal erben, schon jetzt gehören ihm zehn Prozent der Salzburger Porsche Holding, eines der größten Autohandelskonzerne Europas. Und doch ist Daniell Porsche anders. Ein Sprössling, der aus der Art schlägt. Jemand, der - zumindest auf dem Papier - ein Milliardär ist und sagt: "Ich will meinen Reichtum teilen, statt nur wieder eine neue Jacht zu kaufen."
Er spricht diese Worte wie ein Pfarrer bei einer Predigt. Man glaubt sie ihm, sie klingen unverfälscht, ehrlich. Wie er so dasitzt, seine kräftigen Hände immer in Bewegung, eine Locke, die immer wieder unbändig in seine Stirn fällt, da spürt man gleich: Der ist einer, der sich nicht so schnell unterkriegen lässt. Ein zäher junger Mann mit etwas rundlichem Gesicht, leichtem Bauchansatz, freundlichen braunen Augen.