Über Wendelin Wiedeking könnte eine neue Zornesflut hereinbrechen
Da hilft kaum mehr, dass Wiedeking Porsche erst den Erfolg brachte, der ihm nun den dafür vereinbarten Verdienst beschert. Mit seinem Privatvermögen haftete er einst in Porsches Krisenzeiten für eine Kapitalerhöhung, ohne die das Unternehmen längst keine Autos mehr bauen würde. Dafür beteiligten ihn die Firmeneigner am Vorsteuergewinn - mit 0,9 Prozent, wie es heißt.
Nun floriert Porsche. Der Vorsteuergewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg von 5,9 auf 8,6 Mrd. Euro - höher als die 7,5 Mrd. Euro Erlös. Allein Wiedekings Coup, die Beteiligung an Volkswagen, trug 6,8 Mrd. Euro dazu bei. Der vom Porsche-Chef ausgeheckte Einstieg beim Wolfsburger Autokonzern, an dem die Stuttgarter rund 43 Prozent halten, bügelt nun im Unternehmen die Branchenkrise aus. Im Kerngeschäft stagnierte der operative Gewinn bei etwa 1 Mrd. Euro.