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Merken   Drucken   23.07.2009, 17:19 Schriftgröße: AAA

Die Hälfte für eine Stiftung: 50 Millionen Abfindung für Wiedeking  

Tagelang hatte es Spekulationen gegeben über seine Abfindung: Bekommt er 100 Mio. Euro - oder sogar noch mehr? Der scheidende Porsche-Chef erhält weniger - und will davon auch noch jede Menge für wohltätige Zwecke ausgeben. Kritik gibt es dennoch.
Gerüchte über eine märchenhafte Abfindung gab es viele. Von möglichen 250 Mio. Euro für Porsche -Chef Wendelin Wiedeking  war die Rede. Das wäre mehr gewesen, als bislang je an einem scheidenden Manager gezahlt wurde.
Doch es kam anders: Der Sportwagenbauer zahlt aber "nur" 50 Mio. Euro an Wiedeking - und die Hälfte der Summe fließt in eine Stiftung.
Diese 25 Mio. Euro sollen unter maßgeblicher Einbeziehung der Porsche-Betriebsräte "eine sozial gerechte Entwicklung an allen Porsche-Standorten unterstützen", teilte Wiedeking in einer persönlichen Erklärung mit.
Wiedeking gilt seit Jahren als einer der bestbezahlten Vorstandschefs in Europa. 77,4 Mio. Euro verdiente er nach einer Studie des "Manager-Magazins" 2008. Damit sei der Porsche-Chef wie 2007 der Top-Verdiener unter Europas Konzernchefs gewesen, resümierte das Blatt bei seinem Ranking Ende Mai.
Kritik an Abfindung von SPD und Linken
Der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, Joachim Poß, kritisierte Wiedekings Anfindung trotz der Spende als skandalös. "Die Spekulationsgewinne, die seine Rieseneinkommen der vergangenen Jahre angeblich rechtfertigten, haben sich vollständig in Luft aufgelöst, und seine Firma ist am Ende", sagte Poß.

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  • FTD.de, 23.07.2009
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