US-Senator Edward Kennedy unterstützt Barack Obama
Und zugleich ihr linksliberales Gewissen. Immer wieder war er in der Vergangenheit der Fackelträger des linken Parteiflügels, ob im Kampf gegen Abtreibungsgegner, die Waffenlobby oder die Ernennung konservativer Richter. 2002 war er - im Gegensatz zu Hillary Clinton - einer der wenigen demokratischen Senatoren, die gegen den Irakkrieg stimmten. Bei der Parteibasis genießt Kennedy daher hohes Ansehen, das er jetzt für Obama in die Waagschale werfen wird.
Angeblich hat Kennedy es sich schwer gemacht mit seiner Wahlempfehlung. Erst die rassistischen Untertöne, die seine Senatskollegin Clinton im Wahlkampf in South Carolina anschlug, hätten ihn ins Obama-Lager getrieben, heißt es. Die Bekanntgabe seiner Empfehlung habe er dann mit Caroline Kennedy abgestimmt, der Tochter von John F., die sich am Sonntag ebenfalls für Obama ausgesprochen hat.
Allerdings ist der Kennedy-Clan so verzweigt, dass auch für Clinton noch eine Wahlempfehlung abfiel: Teds Nichte Kathleen Kennedy Townsend, Tochter des ermordeten Robert, stellte sich am Sonntag in einer eiligen Presseerklärung hinter Hillary.