Friedrich Carl Janssen, Aufsichtsratschef bei Arcandor
Im Vergleich zu den anderen Gesellschaftern ist Janssen noch vergleichsweise frisch bei der Luxemburger Privatbank: Erst 2002 heuerte er bei dem Institut an, seit 2004 ist er persönlich haftender Gesellschafter. Er gilt als Stratege und der wichtigste Strippenzieher der Bank. Seine Karriere begann er bei den Prüfungsgesellschaften KPMG und Arthur Andersen. Er ist verheiratet und Vater einer Tochter.
Es ist aber nicht so, als könne er sich jetzt allein auf Arcandor konzentrieren: Bei der Bank verantwortet er Finanzen, Controlling und Risikomanagement. Auch Sal. Oppenheim ist von der Krise nicht verschont. Neben Arcandor ist die Bank an der notverkauften IKB und dem angeschlagenen Immobilienkonzern IVG beteiligt.
Der Rückendeckung von Oppenheim-Chef Matthias Graf von Krockow kann Janssen sich jedoch stets gewiss sein. Es heißt, die beiden ergänzten sich sehr gut: Krockow, der Extrovertierte, und Janssen, der unnahbare, kühle Zahlenmensch. Trotz seiner 64 Jahre sei er ungeheuer dynamisch. Sein Spitzname in der Bank ist Fiete. "Er ist volle Pulle dabei, trotz seines nicht mehr ganz jugendlichen Alters. Das merkt man schon am schnellen Schritt", sagt ein Vertrauter. Sehr viel Zeit wird er bei Arcandor auch nicht haben.