Picard hat schon bisher nicht schlecht verdient. Im Zuge der Abwicklung des 2003 kollabierten Unternehmens Park South Securities etwa erhielt der frühere Ermittler der Börsenaufsicht SEC bereits 1,05 Mio. $. Seine damalige Kanzlei kassierte überdies 2,8 Mio. $.
Und es gibt bereits einen Beleg, dass Picard seine Interessen vor Gericht unnachgiebig verfolgt. Diese Woche gelang es ihm, die Leasingverträge für mehrere Luxuskarossen aufzulösen, die zu Madoffs Reich gehörten. Damit spart er Kosten von mehr als 117.000 $ ein.
Aber einen ehemaligen Mitarbeiter des Betrügers ließ Picard eiskalt auflaufen. Craig Kugel, der in der Personalabteilung Madoffs arbeitete, hatte im Namen seines Chefs einen Leasingvertrag für einen Mercedes-Benz S550 unterschrieben. Picard weigerte sich, den Vertrag in die Konkursmasse aufzunehmen. Jetzt muss der ehemalige Madoff-Mitarbeiter noch 58.000 $ aus eigener Tasche bezahlen. Nach einem Gnadenakt war Picard nicht zumute.