Tom Alexander
Glaubt man Alexander, war es sein Faible für blitzsaubere Marken, mit dem ihn die Franzosen zur Abkehr vom Rentnerdasein bewegen konnten. "Ich hatte keine Absicht, je wieder irgendwo ins Tagesgeschäft zu gehen" sagte er später in einem Zeitungsinterview. "Dann bekam ich den Anruf, ob ich daran interessiert sei, Orange zu führen." Das sei etwas anderes gewesen. "Die Marke ist eine Ikone", sagte er. "Das hat mich wirklich eingenommen."
Allerdings hatte die Ikone schon reichlich Staub angesetzt, als Alexander 2007 bei Orange antrat. Imagestudien verbannten den bürokratisch gealterten Ex-Marktführer auf den letzten Platz. Wie anders war das damals, Ende der 90er-Jahre, als das Unternehmen mitten im Boom der Technologiefirmen gegründet wurde. Damals war die Marke ihrer Zeit weit voraus: Der erste Mobilfunkanbieter, der Telefonanschlüsse nicht über Technik und Service verkaufte, sondern über Coolness.