Bekam noch Geld: Stefan Ortseifen, Ex-Vorstand der IKB
Ergebnis der Sonderprüfung steht noch ausOrtseifen und seine drei damaligen Vorstandskollegen Volker Doberanzke, Frank Braunsfeld und Markus Guthoff mussten nach milliardenschweren Fehlspekulationen mit US-Ramschhypotheken ihren Posten räumen. Die Verluste aus dem Debakel brachten die IKB an den Rand des Zusammenbruchs. Sie musste schließlich mit Milliardenhilfen vom staatlichen Großaktionär KfW, des Bundes und anderer Banken vor dem Kollaps bewahrt werden. Die IKB soll nun verkauft werden. Ortseifens Nachfolger an der IKB-Spitze, Günther Bräunig, erhielt für das vergangene Geschäftsjahr rund 940.000 Euro, davon mehr als die Hälfte als erfolgsabhängige Vergütung.
Die Aktionäre der IKB hatten im März eine Sonderprüfung beschlossen, um festzustellen, welche Schuld die früheren Vorstände an dem Debakel hatten. Das Ergebnis steht noch aus. Da es noch keine rechtliche Handhabe gebe, sei die Zahlung der Gehälter an die Ex-Vorstände wohl unvermeidlich gewesen, sagte Carsten Heise, Geschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. "Die Endabrechnung mit entsprechenden Gegenforderungen der IKB wird aber sicher noch folgen."