Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus will noch vor der Sommerpause in die Erfurter Staatskanzlei zurückkehren. "Noch vor der Sommerpause werde ich meine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen können", heißt es in einer Grußbotschaft des CDU-Politikers, die die stellvertretende Ministerpräsidentin Birgit Diezel am Samstag zu Beginn eines Landesparteitags in Waltershausen verlas. Die Delegierten wählten ihn in der Folge zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 30. August - 94,6 Prozent stimmten für ihn.
Der 50-Jährige, der sich zurzeit von seinem Skiunfall in einer Rehabilitationsklinik am Bodensee erholt, bekräftigte seine Bereitschaft, weiterhin als Regierungschef Verantwortung zu tragen: "Ich bin bereit, dem Freistaat weiter zu dienen." In der dreiseitigen schriftlichen Erklärung heißt es zugleich, der schwere Skiunfall am Neujahrstag sei für ihn unfassbar. Er würde alles dafür geben, das tragische Unglück ungeschehen zu machen.
Althaus war vergangene Woche in einem Blitz-Prozess wegen fahrlässiger Tötung zur Zahlung von 33.000 Euro (180 Tagessätzen) verurteilt worde und ist nun vorbestraft. Außerdem muss er 5000 Euro Schmerzensgeld an den Ehemann der 41-jährigen Beata Christandl zahlen, die bei dem Zusammenstoß auf der Piste starb.
Althaus schrieb, "die letzten Wochen waren die schwersten meines Lebens - physisch und psychisch." In der Erklärung schwor Althaus seine Partei auf die bevorstehenden Wahlen ein. Besondere Aufmerksamkeit gelte dem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Bei der Landtagswahl geht es für die Thüringer CDU um die Verteidigung ihrer knappen absoluten Mehrheit. Die SPD hat bereits einen harten Wahlkampf angekündigt.