Der scheidende Arcandor-Chef Thomas Middelhoff
Ansonsten ist sie eine Erfolgsgeschichte, die Ära Middelhoff, laut Middelhoff. Dass die Arcandor-Aktie in den vergangenen Monaten tief eingebrochen ist? Für Middelhoff "völlig irrational". Dies entspreche "in keiner Weise der positiven Entwicklung, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren gemacht hat". Schließlich habe der Konzern "in weiten Bereichen eine planmäßige Kehrtwende" geschafft. Die Kritik an der Undurchsichtigkeit der Arcandor-Bilanz? Das mache auch ihn "nicht glücklich", aber die Banken hätten es so gewollt. Der gewaltige Finanzbedarf von Karstadt, den Insider nach wie vor auf etwa 1 Mrd. Euro beziffern, sollte die Warenhauskette ernsthaft saniert werden? Eben die Schuld von Herrn Wolf.
Thomas Middelhoff hat lange versucht, die Bedeutung der Problemtochter Karstadt im Konzern als nicht besonders groß erscheinen zu lassen. Das Touristikgeschäft von Thomas Cook sollte für Glanz sorgen. Auch dass Arcandor seine Bilanzpressekonferenz heute erstmals in Frankfurt abhalten wird, soll jedem zeigen: Arcandor ist nicht mehr der verstaubte Essener KarstadtQuelle-Konzern von früher.