Robert Steel arbeitete zuletzt im US-Finanzministerium
Wachovia-Aktien reagierten auf die Personalentscheidung nachbörslich mit einem Plus von gut drei Prozent auf 14,75 $. Zuvor hatten sie inmitten eines allgemeinen Ausverkaufs der Finanzwerte deutlich im Minus geschlossen; im bisherigen Jahresverlauf haben die Papiere gar 63 Prozent an Wert verloren.
Der in Aussicht gestellte milliardenschwere Quartalsverlust bedeutet nach Unternehmensangaben pro Aktie ein Minus von 1,23 bis 1,33 $, eine geplante Goodwill-Abschreibung noch nicht eingerechnet. Von Reuters befragte Analysten hatten dagegen im Schnitt ursprünglich mit einem Gewinn von 19 Cent je Aktie gerechnet, obgleich zuletzt ein Verlust nicht mehr gänzlich ausgeschlossen wurde.
Experten zeigten sich nun zunächst relativ gelassen. "Zumindest weiß der Markt jetzt, wie groß die Verluste sein werden", sagte etwa James Ellman vom Hedgefonds Seacliff Capital. "Überhaupt eine Zahl zu haben ist besser, als gar keine Zahl zu haben." Schon im ersten Quartal hatte Wachovia einen Verlust verbucht, damals noch in dreistelliger Millionenhöhe.