Die Geschäftsidee ist genial – aber das reicht noch lange nicht, um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. In unserer Serie zeigen wir, was Existenzgründer beachten müssen, wo die größten Aufgaben und die bösesten Fallen liegen.
Was ist versichert? Das Gebäude und alles, was drin steht: gegen Feuer, Sturm oder Leitungswasser. Nicht versichert sind meist "Elementarschäden" wie Schneemassen, die das Dach eindrücken.
Wer braucht es? Jedes Unternehmen. Wichtig: Die Deckungssumme muss ausreichen, um alles wieder zu beschaffen - schnell und zum Neupreis. Heißt bei Gebäuden: Baukosten plus 15 Prozent.
Was ist versichert? Entgangener Gewinn plus laufende Kosten, solange der Betrieb steht, meist maximal zwölf Monate. Grund muss ein versicherter Sachschaden sein - die BU gehört zur Inhaltspolice.
Wer braucht es? Jedes Unternehmen. Die maximale "Haftzeit", während der die Versicherung für Liquidität sorgt, sollte lang genug sein, um den Betrieb wieder zum Laufen zu bringen.
Was ist versichert? EDV-Schäden, auch bei Bedienungsfehlern, Überspannung oder Verschleiß. Diese "Allgefahren-Versicherung" kostet bei Rechnern im Wert von 150.000 Euro rund 500 Euro im Jahr.
Wer braucht es? Firmen mit vielen Computern, die kritische Bereiche steuern. Sach- und Elektronikversicherer sollten voneinander wissen, sonst könnte es im Schadenfall kompliziert werden.
Was ist versichert? Schäden an Fenstern und Glasflächen, die nicht durch die Sachversicherung abgedeckt sind, weil sie durch Unachtsamkeit oder Fehler im Produktionsablauf entstanden sind.
Wer braucht es? Kaum einer. Selbst wer einen voll verglasten Firmensitz baut, hat Feuer-, Sturm- und Hagelschäden durch die Sachversicherung gedeckt. Alles andere sollte er selbst bezahlen.
Was ist versichert? Personen- und Sachschäden, die Mitarbeiter oder Produkte Dritten verursachen. Gilt normalerweise nicht für "Erfüllungsschäden", also fehlerhafte Arbeit des Unternehmens.
Wer braucht es? Jeder Betrieb. Deckt die gesetzliche Haftpflicht ab. Wichtig: Versicherungssumme sollte mindestens 5, besser 10 Mio. Euro betragen. Die Privathaftpflicht des Chefs ist mit drin.
Was ist versichert? Hier springt die Versicherung ein, wenn Mitarbeiter einen Fehler gemacht haben und etwa Kunden ein Schaden entstanden ist. Der Klassiker ist die Falschberatung.
Wer braucht es? Alle Dienstleister. Wer Broschüren für seine Kunden herstellt, in denen Rufschädigendes steht, haftet. Oder wer Kunden eine falsche Maschinenkonfiguration empfiehlt.
Was ist versichert? Läuft ein Tank mit giftiger Flüssigkeit aus und die Behörden stellen "Biosphäre-Schäden" fest, können sie den Betrieb in Haftung nehmen. Die Betriebshaftpflicht deckt dies nicht.
Wer braucht es? Unternehmen, bei denen Störfälle gravierende Umweltschäden zur Folge hätten. Also Chemieindustrie, manche Kunststofffirmen, Betriebe mit eigenen Benzin- und Ölreserven.
Was ist versichert? Managementfehler, zum Beispiel wenn angestellte Geschäftsführer ohne ausreichende Prüfung einen Vertrag unterschreiben, der dann zu Verlusten führt. Preis: einige Hundert Euro im Jahr für eine Schadensumme von 500.000 Euro.
Wer braucht es? Größere Mittelständler für angestellte Führungskräfte. Für Inhabergeschäftsführer greift die D&O praktisch nur bei einer Pleite. Nämlich dann, wenn der Insolvenzverwalter im Namen der Gläubiger Schadensersatz von ihnen verlangt.
Was ist versichert? Ausfall einer Schlüsselperson. Fällt ein unentbehrlicher Mitarbeiter oder der Chef aus, wegen eines Unfalls oder plötzlichen Tods, zahlt die Versicherung eine festgelegte Summe.
Wer braucht es? Vor allem kleine Betriebe, in denen die Arbeitskraft des Inhabers gebraucht wird. Ansonsten hilft die Police, Interimsgeschäftsführer und andere Vertreter zu bezahlen.