Ergobag - Das Kölner Startup will mit ergonomischen Rucksäcken den Schultaschenmarkt aufmischen. FTD.de berichtet wöchentlich über den Sieger des Gründerwettbewerbs enable2start.
| Svens Woche |
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| vom 20. bis 26. August 2012 |
| Arbeitsstunden: 57 |
| Stimmung (bester Wert 10): 9 |
Mit einem neuen Logistikpartner rüstet sich Ergobag für die nächste Schulrucksack-Saison. Wegen mehrerer Lieferpannen in den vergangenen Monaten haben die beiden Gründer Sven-Oliver Pink und Florian Michajlezko den Dienstleister gewechselt. "Solche Fehler können wir uns einfach nicht mehr leisten. Es herrschte zu viel Intransparenz", sagt Pink.
Ergobag arbeitet nun mit dem Kölner Unternehmen Callius zusammen, das die Rucksäcke vom Lager in die Läden bringt. Weil das Startup seinen im vorigen Geschäftsjahr erzielten Umsatz von 4,9 Mio Euro in der neuen Saison mehr als verdoppeln möchte, wünschten sich die Gründer einen Partner, der mit dem wachsenden Warenvolumen problemlos zurechtkommt.
Vor allem flexibel sollte der Logistiker sein. "Viele Unternehmen der Branche sind Großkonzerne. Wir haben uns bewusst für eine mittelständische Firma entschieden. Den Inhaber erreicht man auch am Wochenende. Ich glaube, dass wir mit einem guten Unternehmer an unserer Seite besser und enger zusammenarbeiten können", so Pink.
Das ist auch deshalb wichtig, weil Ergobag seinen Kundenkreis im Einzelhandel in der nächsten Saison um ein Viertel vergrößern wird. Hatten bisher 1000 Fachgeschäfte in Deutschland, Österreich und der Schweiz die Rucksäcke des Startups im Sortiment, so werden es künftig 1250 Läden sein. Bei der Auswahl der Einzelhändler vertrauen Pink und Michajlezko auf ihr bewährtes Prinzip, nur mit den besten Fachgeschäften zusammenzuarbeiten.
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Dabei ist für Ergobag weniger die Größe eines Ladens entscheidend. "Wir suchen Geschäfte, die unseren Produkten ein Zuhause geben", sagt Pink. Konkret: Anstatt sämtliche Fachgeschäfte zu beliefern, wählt Pink jene aus, bei denen seine Rucksäcke neben den Schultaschen der Wettbewerber nicht in den Hintergrund geraten, sondern ansprechend präsentiert werden. Im Gegenzug verspricht er den Einzelhändlern Exklusivität. Das bedeutet: Kein direkter Konkurrent in der Nähe wird mit Ergobag-Produkten beliefert. Wie schon beim Logistikpartner kommt es Pink auch hier auf wechselseitiges Vertrauen an.
Dass sich diese Strategie lohnt, beweist nicht nur der wachsende Umsatz des Startups. Im Sommer wurde Ergobag von der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" geehrt. Sie prämiert Projekte, die "einen nachhaltigen Beitrag zur Zukunftsfähigkeit Deutschlands leisten".
Teil 2: Inspiration auf Mallorca