| Svens Woche |
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| vom 17. bis 23. September 2012 |
| Arbeitsstunden: 65 |
| Stimmung (bester Wert 10): 10 |
Seit Jahren geloben Textilkonzerne, dass sie ihren Lieferanten in Fernost genauer auf die Finger schauen wollen, um Ausbeutung und Gefahren am Arbeitsplatz zu vereiteln. Dennoch kommt es immer wieder zu verheerenden Unfällen wie zuletzt in der pakistanischen Fabrik, die auch den Discounter Kik belieferte. Solche Katastrophen alarmieren Ergobag-Gründer Sven-Oliver Pink. Denn auch das Kölner Startup lässt seine Rucksäcke in Fernost fertigen.
Dass die Arbeiter dort fair behandelt und bezahlt werden, darauf legte Pink bei der Auswahl der Partner von Anfang an wert. "Außerdem achten wir darauf, wie mit der Umwelt umgegangen wird." So lässt er etwa den Stoff der Rucksäcke aus wiederverwerteten PET-Flaschen fertigen.
Zwar sind die Gründer beim Rucksackhersteller in Vietnam und beim Stoffproduzenten in Taiwan regelmäßig zu Gast. Allerdings können sie deren Zulieferer nicht auch noch persönlich checken. Doch genau diese Transparenz wünscht sich Pink für sein Unternehmen, aber auch für alle Zulieferer. Kein Wunder: Sollte bekannt werden, dass irgendeiner der Betriebe seine Mitarbeiter schlecht behandle, würde der Schatten auch auf Ergobag fallen.
Wie man die eigenen Geschäftsideale bis hinunter zum asiatischen Reißverschluss-Hersteller der Rucksäcke durchsetzt, wie man also das eigene Produkt guten Gewissens als rundum nachhaltig anpreisen kann, das beschäftigte das Gründerduo Florian Michajlezko und Pink am Montag bei einer Strategiebesprechung mit Managementberatern von Porsche Consulting.
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Als diesjährige Finalisten des "Deutschen Gründerpreises" hatten die beiden im Juni 16 Beratertage gewonnen. Vorige Woche fand nun der Auftakt in der Kölner Ergobag-Zentrale statt. Dabei war Qualitätssicherung bei den Rucksäcken und bei allen Fabriken eines der zentralen Themen. Pink schwebt eine Art "Green Book" vor, das Richtlinien für den Umgang mit Arbeitern und Material enthält und das für alle an der Ergobag-Produktion beteiligten Unternehmen gelten soll. Von Porsche Consulting erhofft er sich Unterstützung bei der Umsetzung eines solchen Projekts.
Teil 2: Gemeinsam Spielzeuglaster bauen