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Gründertagebuch

FTD-Serie: Breakfast for one - Die Story von Mymuesli

Zu wenig Schokolade, zu viele Rosinen und warum hat noch niemand an Mangostücke gedacht? Auf Mymuesli.com kann jeder Müsliebhaber seine persönliche Lieblingsmischung mischen und bestellen.
Merken   Drucken   22.07.2008, 08:00 Schriftgröße: AAA

Gründertagebuch: Mymuesli bei den Briten

22.07.2008 - Mymuesli: In Großbritannien essen die Menschen gesünder als früher, sagt Gründer Hubertus Bessau. Und darum wagt das Müsli-Startup aus Passau den Schritt auf die Insel. In wenigen Wochen soll es losgehen.
von Claus Hornung

"Wir wollen ins Ausland" - das verkündeten Hubertus Bessau und seine Mitgründer bereits im Juli vergangenen Jahres. Zwischenzeitlich wurden die Pläne verschoben - weil es zuhause in Deutschland noch genug Arbeit gab, weil der Ready-to-eat-Markt sich von ganz allein wichtig machte - und wegen der noch fehlenden technischen Voraussetzungen. Das ist jetzt vorbei.

"Wir gehen ins Ausland" heißt es jetzt. Und zwar nach Großbritannien. Start ist voraussichtlich Ende der ersten Augustwoche. Ja, auch von Österreich aus kann man bereits sein Müsli bestellen. Aber mit dem Sprung über den Kanal wird Mymuesli erstmals mit den Umständen einer "richtigen" Expansion konfrontiert.

Anderer Logistik-Dienstleister

Zum einen ist es etwas aufwendiger, dort einen neuen Logistik-Dienstleister zu finden. DHL, Mymuesli-Partner in Deutschland, liefert in Großbritannien fast ausschließlich an Firmen. Bessaus Mitgründer Philipp Kraiss fand schließlich ein britisches Unternehmen, das auch Endkunden bedient und obendrein zeitlich und preislich den Anforderungen der Müslimacher genügte.

Reif für die Insel: Mymuesli geht nach Großbritannien   Reif für die Insel: Mymuesli geht nach Großbritannien

Für die Endkunden wird das Porto pro Müslidose 3,90 Pfund betragen. Nicht wenig im Vergleich zu den 3,90 Euro in Deutschland. Aber das Preisniveau auf der Insel läge ohnehin über dem deutschen, sagt Hubertus Bessau, "man wird es dort als normalen Preis empfinden, denke ich."

Dafür sei Großbritannien aber auch der größte europäische Markt für Cereals, sagt Bessau. Alle Vorstellungen von einer britischen Bevölkerung, die sich fast ausschließlich von Frittiertem ernähre, seien überholt. "Es findet ein riesiger Wandel statt. Hin zu allem, was 'organic' ist. Es gibt dort genug Leute, die für einen Wrap und einen Smoothie zehn Pfund bezahlen."

Die technischen Voraussetzungen sind durch die Umstellungen auf der Mymuesli-Homepage gegeben. Aufwendig ist das Ganze trotzdem, erklärt Bessau. Denn die Software im Ordermanagement muss nun auch zwei Barcodes ausdrucken. Einen für den Transport bis nach Großbritannien. Und einen zweiten für den Weitertransport innerhalb von Großbritannien.

Der muss nicht nur die Adresse umstellen (Ort vor Postleitzahl, Hausnummer vor Straßennamen), sondern auch von Lesegeräten der britischen Logistiker erkannt werden. Damit letzteres funktioniert, schicken der Dienstleister und die Müslimacher derzeit regelmäßig Testauswertungen hin und her.

Teil 2: Und wer macht die Werbung?

  • FTD.de, 22.07.2008
    © 2008 Financial Times Deutschland
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