| Ankes Woche |
|---|
| vom 16. bis 22. April 2012 |
| Arbeitsstunden: 70 |
| Stimmung (bester Wert 10): 8 |
FTD.de: Die Siegerkür von enable2start liegt knapp drei Monate zurück. Was hat sich dadurch bei der Qmilch GmbH verändert?
Anke Domaske: Ich merke, dass wir seit der Siegerkür noch präsenter sind als zuvor - sei es in den Medien oder auch bei Interessenten, die unsere Faser kaufen wollen. Viele verfolgen unsere Fortschritte in der wöchentlichen Berichterstattung und sprechen mich darauf an.
FTD.de: Welche Ziele hattest Du?
Domaske: Mein Hauptziel ist es immer, den Prozess voranzubringen und die letzten Feinheiten zu klären. Hier sind wir schon weit vorangekommen. Kleine Schwierigkeiten, wie beispielweise den Ausfall der Wasserpumpe während der Produktion, gibt es immer. Auch solche Pannen führen zu neuen, verwertbaren Erkenntnissen. Es sind nur noch Kleinigkeiten zu klären, bis ich die Pilotanlage bestellen werde.
FTD.de: Was war das Highlight des ersten Quartals? Gab es etwas, das Dich geärgert hat?´
Domaske: Am glücklichsten war ich, als ich meine erste Nanofaser in den Händen hielt. Der Beweis, dass auch dies funktioniert. Ein unbeschreibliches Gefühl. In der Gründungsphase hat man nicht wirklich Zeit, sich über Dinge zu ärgern. Es gibt so vieles, das man lösen muss - da sollte man sich nicht mit solchen Gefühlen aufhalten.
FTD.de: Welcher Tipp hat Dich entscheidend vorangebracht?
Domaske: Auf der Messe Techtextil in Moskau habe ich viele interessante Leute kennengelernt, die mir Kontakte zu Maschinenherstellern vermittelten. Diese können schneller liefern, als die bisher von mir favorisierten. Statt ursprünglich zwölf Monate muss ich jetzt nur noch mit einer Lieferzeit von einem halben Jahr für die Pilotanlage rechnen. Aufgrund der großen Nachfrage gehen wir davon aus, dass wir auch zügig eine zweite, größere Anlage brauchen.
FTD.de: Die Pilotanlage, die Du Anfang 2013 in Hannover aufbauen willst, wird bis zu zwei Mio. Euro kosten. Wie weit bist Du mit der Finanzierung?
Domaske: Wir arbeiten mit den potenziellen Investoren und Banken zusammen an der Finanzierungs- und Strategieplanung. Alle Punkte, die wir beispielsweise zu Förderprogrammen gesammelt haben, müssen nun auf einen Nenner gebracht werden. Daraus ergibt sich dann auch erst das Gesamtkonzept.
Teil 2: "Wir verwerten einen Rohstoff, der unvermeidbar anfällt"