| Jürgens Woche |
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| vom 5. bis zum 11. November |
| Arbeitsstunden: 60 |
| Stimmung (bester Wert 10): 10 |
Der Roboter in der Werkhalle von Munich Composites ist nicht mehr allein. Nach zwei Monaten Wartezeit leistet ihm seit Freitag die lang ersehnte Flechtmaschine Gesellschaft: 3,5 Meter hoch und 1,8 Tonnen schwer ist sie. Zwei Mitarbeiter des Herstellers Herzog mussten aus Oldenburg anrücken, um den Koloss mit einem Gabelstapler auszurichten. Nun kümmern sie sich noch um die Anschlüsse und verbinden Flechter und Roboter - am Dienstag will Munich Composites dann zum ersten Mal in der eigenen Halle Karbon flechten.
Ausgerechnet Gründer Felix Fröhlich verpasste die Ankunft des Flechters. Er lag mit Grippe im Bett. Für ihn sprang der kaufmännische Leiter Jürgen Hölscher ein: "Damit haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht", sagt er überglücklich. "Mit der eigenen Halle und dem eigenen Flechter sind wir jetzt ein gutes Stück unabhängiger."
Dank der Maschine ist das Startup nun in der Lage, Karbonteile mit einem Durchmesser von bis zu 80 Millimetern herzustellen. Das reicht aus, um ab kommendem Jahr den ersten Serienauftrag - Karbonfahrräder für PG Bikes - ohne fremde Hilfe zu realisieren. "Für alle Aufträge in der Größenordnung darüber müssten wir wieder an die Geräte der TU München oder nach Stuttgart ausweichen", sagt Jürgen. Doch das soll in Zukunft seltener der Fall sein.
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In der Produktionsstraße von Munich Composites fehlt jetzt nur noch ein Gerät zur Harzverarbeitung. Der Platz dafür ist bereits reserviert. "Bevor der Flechter geliefert wurde, haben wir unseren finalen Hallenplan fertig gestellt", erklärt Jürgen. So wie die Geräte jetzt stehen, werden sie für immer stehen. "Das sind alles wichtige Dinge, die da bei uns passieren. Die Stimmung war noch nie so gut."
Und das, obwohl Felix, die "Stimmungskanone des Unternehmens", nicht da war. "Aber auch sonst hat er an allen Ecken und Enden gefehlt", resümiert Jürgen. "Ich habe dadurch viel mit Telefonannahme, E-Mails und Anträge-Bearbeiten zu tun gehabt."
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Teil 2: Atempausen können sich die Gründer nicht gönnen