| Svens Woche |
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| vom 23. bis 29. April 2012 |
| Arbeitsstunden: 5 (wegen Urlaub) |
| Stimmung (bester Wert 10): 10 |
Sonnenschein, 20 Grad und blaues Meer: Die Ergobag-Gründer können sich über mangelnde Luftveränderung nicht beklagen. Nach dem alpinen Skiurlaub im März trafen sich Sven-Oliver Pink, Florian Michajlezko und Oliver Steinki vergangene Woche zum Trainingslager auf Mallorca. Geübt wurde sieben Tage lang Triathlon - Schwimmen, Radfahren, Laufen.
Da man sich vor allem beim Radfahren gut unterhalten kann, nutzten sie die Gelegenheit, um ihr derzeit wichtigstes Thema voranzutreiben: die neuen Kollektionen ihrer Ergobag- und Satch-Rucksäcke für Schüler. "Derzeit beschäftigt uns vor allem das Design", sagt Gründer Sven-Oliver Pink als ihn FTD.de am Samstag kurz vor dem Rückflug nach Deutschland telefonisch erreicht.
Die Jungunternehmer wollen ihr Sortiment bunter machen. Bislang gibt es den Ergobag-Rucksack in acht verschiedenen Tönen, vier für Jungen und vier für Mädchen. Künftig werden es zehn Farbvarianten sein. Auch beim Satch-Rucksack für Schüler ab der fünften Klasse stehen Neuerungen an. Weil sich der Satch - anders als der Ergobag-Rucksack für Grundschüler, der von Februar bis Juni Saison hat - das ganz Jahr über verkauft, gibt es künftig jahreszeitliche Sortimente: gedeckte Farben zum Weihnachtsgeschäft, frische Töne für das Frühjahr und möglicherweise eine weitere Modellreihe für den Sommer.
"Wir wollen beim Design professioneller werden", sagt Pink. Bislang beugten sich die Gründer selbst über Farb- und Stoffbücher und entschieden letztlich aus dem Bauch heraus. Nun sollen die Designer Annemarie Keizers und Immanuel Gloeser dafür sorgen, dass die Kollektionen farblich variieren, aber trotzdem eine wieder erkennbare Handschrift tragen. Gloeser musste zudem in der vergangenen Woche nach Vietnam fliegen, weil die Produktionsmuster für 23.000 georderte Satch-Rucksäcke im Stand ein bisschen einknickten. Das Problem wurde gelöst. Die asiatischen Fertiger nähen eine zusätzliche Stoffschicht ein.
Schließlich beschäftigt die Ergobag-Macher das Thema Internationalisierung. Geprüft werden Asien, Süd-, Ost- und Nordeuropa. Für diese Regionen ermitteln die Gründer die Kaufgewohnheiten. "In Südeuropa wollen die Menschen keine Sets, auch wenn sie am Ende genauso viele Extras dazunehmen", sagt Pink. Bisher wird der Ergobag für Grundschüler aber nur als Set mit großem Schulrucksack, kleinem Sportrucksack und weiterem Zubehör angeboten.
Entscheidend ist zudem der Preis von 189 Euro für ein Ergobag-Set. "In vielen Ländern ist das zu teuer", weiß Pink. Für diese Märkte erwägen die Gründer eine Basisversion und prüfen systematisch, was weggelassen werden könnte, zum Beispiel der teure Magnetschnapper, mit dem der Rucksackdeckel verschlossen wird. Oder der kleine Sportrucksack, der in Deutschland dazugehört, aber anderswo durch einen einfachen Sportbeutel ersetzt werden könnte. Durch diese und weitere Einsparungen könnte die Basisversion im Endverkauf um bis zu 60 Euro günstiger werden, erwartet der 32-Jährige. Entscheidungen sind allerdings noch nicht gefallen.
Fest gefügt war das sportliche Training auf Mallorca: Um 8 Uhr morgens eine Stunde schwimmen, fünf Stunden Rad fahren, anschließend laufen. Das Ziel der Gründer ist die Triathlonteilnahme am 1. September in der Ergobag-Heimat Köln. Bis dahin muss die neue Rucksackkollektion längst stehen.