Orderbird - Das Team um Jakob Schreyer will sein Bestellsystem auf iPad-Basis zum neuen Standard der Gastronomie machen. FTD.de berichtet wöchentlich über den enable2start-Sieger.
| Jakobs Woche |
|---|
| vom 2. bis 8. April 2012 |
| Arbeitsstunden: 18 (wegen Urlaub) |
| Stimmung (bester Wert 10): 8 |
FTD.de: Wo steht Orderbird zehn Wochen nach dem Sieg beim FTD-Gründerwettbewerb enable2start?
Jakob Schreyer: Bei knapp über 200 Kunden für Orderbird POS, unser Bestellsystem für Gaststätten. Unser Team ist auf 20 Personen gewachsen. Außerdem stehen wir kurz vor dem Abschluss der Finanzierungsrunde. Verbesserungsmöglichkeiten gibt es natürlich immer. Wir wollen zum Beispiel den Hardwareversand optimieren und haben begonnen, die ersten Schritte an einen Dienstleister auszulagern.
FTD.de: Worauf bist Du besonders stolz?
Schreyer: Unser größter Erfolg ist, dass der Kundestamm konstant um fünf bis sechs Restaurants pro Woche wächst. Vor allem die Gastromessen von Intergastra bis Internorga haben sich in den letzten Wochen als effektive Absatzinstrumente erwiesen. Zudem wurden im Verkauf personell klare Prozesse eingeführt: Wer macht den Erstkontakt, wer führt die Interessenten bis zum Abschluss und wer betreut die Kunden anschließend.
FTD.de: Worüber hast Du Dich am meisten geärgert?
Schreyer: Über Sackgassen und Projekte, die ins Nichts laufen. Leider gehört das am Anfang einfach dazu. Wir hätten zum Beispiel die erste Orderbird-Version viel schlanker planen sollen und hätten so Zeit sparen können. Daraus haben wir gelernt, überarbeiten jede Funktion zwei oder drei Mal - und fragen uns jedes Mal, ob wir die Neuerung wirklich brauchen. Unser Anspruch ist, die Dinge wirklich einfach zu machen. Und das ist manchmal ziemlich schwierig.
FTD.de: Euer wichtigstes Projekt ist eine App, mit der Gaststättenbesucher mit ihrem eigenen Smartphone drahtlos aus der digitalen Speisekarten bestellen sollen. Wie weit seid Ihr?
Schreyer: Das Konzept und das Design sind fast fertig. Parallel planen wir erste Tests mit einem Kunden in Berlin für Mitte Mai. Ich hoffe nach wie vor, dass Ende Juni die Betaphase startet, in der ausgewählte Cafés und Restaurants mit Mittagstisch die Gastbestellung ausprobieren können. Dann wird es richtig spannend, weil wir dafür erstmals Rückmeldung aus dem Markt erhalten.
Teil 2: "Wir glauben fest an die Gastbestellung"