Orderbird - Das Team um Jakob Schreyer will sein Bestellsystem auf iPad-Basis zum neuen Standard der Gastronomie machen. FTD.de berichtet wöchentlich über den enable2start-Sieger.
| Das erste Quartal 2012 im Überblick* |
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| Einnahmen: 131.024 Euro |
| Ausgaben: 296.970 Euro |
| Kapitalstand: 64.815 Euro |
| Schuldenstand: 380.000 Euro |
| * alle Zahlen zum 31. März 2012 |
Bei aller gebotenen Zurückhaltung: Das Fazit von Orderbird über das erste Quartal 2012 fällt eindeutig positiv aus. In nur wenigen Wochen haben Jakob Schreyer und seine Mitgründer Bastian Schmidtke und Patrick Brienen einen Investor gefunden, der mit mehr als 2 Mio. Euro in ihr Startup einsteigen will.
Kenner der Gründerszene wissen, wie schwierig und zeitaufwendig die Investorensuche sein kann. Bei Orderbird lief das rasch und glatt. Kein Wunder, dass Schreyer die Gewinnung eines großen Investors als "Highlight" des Quartals bezeichnet, auch wenn er vorsichtig bleibt und betont, dass noch nicht alle vertraglichen Formalien erledigt sind. Sobald die Tinte trocken ist, wird FTD.de den Namen des Investors nennen.
Obwohl das Gründerteam durch die Investorengespräche zeitlich gebunden war, gab es keine Einbrüche im operativen Geschäft. Im Gegenteil: Die Zahl der Neukunden ist gestiegen - von 85 (im vierten Quartal 2011) auf 115. Seit kurzem gehört auch Mymuesli, der Sieger der ersten Staffel von enable2start zu Orderbirds Kunden. Die Müslimischer aus Passau haben das Kassensystem für ihren ersten Verkaufsladen am Münchener Viktualienmarkt gekauft.
"Mit den Kundenzahlen sind wir mehr als zufrieden. Ich selbst hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht. Wir hatten vor allem im Februar und März einen Riesenansturm", sagt Schreyer. Ein 35-prozentiges Wachstum der Neukunden von einem Quartal auf das nächste klingt tatsächlich mehr als ansehnlich. Doch für eine Einordnung ist es noch zu früh, denn Orderbirds Kassensystem ist erst seit Ende September 2011 erhältlich.
Die Umsatzkurve wanderte zuletzt jedenfalls steil nach oben. Die Einkünfte waren im März mit 74.281 Euro mehr als vier Mal so hoch wie im Januar. Weil in der Gastronomiebranche "die Zahlungsmoral leider nicht so gut sei", so Orderbirds Finanzchef Artur Hasselbach, und "auch wir das anfangs schmerzhaft erfahren mussten", müssen mittlerweile alle sofort bei Bestellung bezahlen. Entsprechend spiegeln sich die Neukunden rasch auf dem Geschäftskonto des Berliner Jungunternehmens wider.
130.000 Euro nahm Orderbird im ersten Quartal ein durch den Verkauf von Zubehör, also Router, Kassenbondrucker und Kassenladen. Im Durchschnitt zahlt ein Gastrokunde für diese Hardware etwa 1500 Euro. Mit diesen Einmalerlösen verdient das Startup zwar etwas, aber nicht viel. Als Hauptgewinnbringer sind Lizenzerlöse für die Nutzung des Kassensystems vorgesehen. Doch genau dafür hat Orderbird bislang noch wenige Rechnungen geschrieben. Der Grund: Das Team ist der Meinung, dass die Software noch nicht ausgereift genug ist, um dafür Geld zu verlangen. Erst wenn dieser Schritt erreicht wird, werden Nutzungsgebühren erhoben - je nach Wahl entweder 39 Euro pro Monat oder 390 Euro pro Jahr.
Teil 2: Hardware, Gehälter, Honorare - die größten Kostenblöcke
Orderbird finde ich ganz fantastisch und es zeigt, dass früher oder später jeder auf die Idee kommt mit ein Smartphon den Verkauf on POS zu automatisieren. Die kleine Schönheitsfehler ist dabei, dass den Verfahren bereits 2002 erfunden, patentieren liessen und Herr Schreyer auf dem Cebit 2012 auch mitgeteilt haben. Unter gid.palx. und unter palx.de kann jeder alle Infos einsehen.