Orderbird - Das Team um Jakob Schreyer will sein Bestellsystem auf iPad-Basis zum neuen Standard der Gastronomie machen. FTD.de berichtet wöchentlich über den enable2start-Sieger.
| Jakobs Woche |
|---|
| vom 5. bis 11. November 2012 |
| Arbeitsstunden: 58 |
| Stimmung (bester Wert 10): 7 |
"Fleischplatte für unsere Freunde!" So lautete die Bestellung von Orderbird-Gründer Jakob Schreyer für den Aufsichtsrat am Dienstagabend im Restaurant Mogg & Melzer in Berlin Mitte. Das Lokal von DJ Paul Mogg und Clubbesitzer Oskar Melzer wurde vor wenigen Tagen mit einer Orderbird-Kasse ausgestattet. Zur Einstimmung auf das bevorstehende Aufsichtsratstreffen kam Jakob der Neukunde gerade recht: "Am Mittwoch standen uns sechs Stunden intensive Gespräche bevor, darauf wollten wir uns in angemessenem Rahmen vorbereiten".
Vier Mal im Jahr kommt der Orderbird-Aufsichtsrat nach Berlin. Dazu gehören Rado Pavlov, Chef der Münchener Nobeldisko P1, Thomas Hoffstiepel vom Kassen-Ausstatter 42 GmbH und der Vorsitzende Carlo Kölzer, Chef der Devisenhandelsplattform 360T. Alle drei begleiten das Berliner Startup schon seit der Gründung. Als so genannte "Seed-Investoren" haben sie zum Orderbird-Startkapital von 300.000 Euro beigetragen.
Das Verhältnis beschreibt Jakob als "sehr freundschaftlich". Pavlov und Kölzer lernte er beim Dinner bzw. beim Segeln in New York kennen. Vor seiner Zeit bei Orderbird arbeitete der Gründer dort als Berater für Red Bull. Erst vor wenigen Wochen traf Jakob die beiden beim Oktoberfest in München. Für Thomas Hoffstiepel, den dritten Mann im Bunde, hat Gründungskollege Bastian Schmidtke zuvor Kassenprodukte vertrieben. "Die Unterstützung der drei ist heute vor allem ideologisch getrieben - die glauben an uns, unsere Vision und haben Spaß daran, eine junge Firma von Anfang an zu begleiten", sagt Jakob.
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Am Mittwochmorgen wurde schließlich hart debattiert: Auf dem Plan standen Budgets, strategische Ausrichtung und die Ziele für die kommenden sechs Monate. Und Jakob gesteht: "Es gab auch Gegenwind". Insbesondere bei den Kosten wurde ein sensiblerer Umgang gewünscht. Einsparungen soll es in Zukunft vor allem bei der Auslagerung von Unternehmensaufgaben an Drittfirmen geben. "Einiges im Vertrieb, im Marketing und bei der Öffentlichkeitsarbeit wollen wir wieder selbst in die Hände nehmen", sagt Jakob.