Qmilch - Anke Domaske will mit ihrer Naturfaser aus Milch den Markt erobern. FTD.de berichtet wöchentlich über die Siegerin des Gründerwettbewerbs enable2start.
| Ankes Woche |
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| vom 5. bis zum 11. November 2012 |
| Arbeitsstunden: 116 |
| Stimmung (bester Wert 10): 10 |
Eigentlich wusste Qmilch-Gründerin Anke Domaske schon ziemlich genau, bei welchem Hersteller sie ihre Fasermaschine ordern wollte. Zwar war der Deal noch nicht perfekt. Doch viel fehlte nicht mehr, um demnächst mit einem belgischen Produzenten handelseinig zu werden. Vor wenigen Tagen hat er ihr zugesichert, er werde die Maschine trotz hoher Auslastung pünktlich zum geplanten Produktionsstart im nächsten Herbst liefern können. Gut möglich, dass es sich Anke nun aber wieder anders überlegt.
"Die Entscheidung ist noch nicht gefallen." Ein Hersteller aus Norddeutschland sei ihr womöglich doch lieber, schließlich liegt seine Fabrik näher dran an ihrer geplanten Produktionshalle in Hannover. Weil die mit einem Stahlgerüst ummantelte Faseranlage mehrere Tonnen wiegt, ist ein kürzerer Transportweg natürlich ein stichhaltiges Argument.
Anders als bei den Belgiern handelt es sich bei dem zweiten Unternehmen allerdings nicht um einen ausgewiesenen Spezialisten für Textilmaschinen. Spricht das also eher gegen den Produzenten? Nicht unbedingt, denn Ankes Team hätte auch den Belgiern intensiv zuarbeiten müssen, so die Gründerin.
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Die neue Option kam nicht ganz überraschend. Sie kannte den Produzenten schon vorher, doch erst nachdem er ihr von den Herstellern anderer Maschinen-Module empfohlen worden sei, habe sie ihn in die engere Wahl gezogen. Nun will sie mit ihm erste Gespräche führen. Die Frage, ob ihr Interesse an dem zweiten Hersteller mit geringeren Kosten für die Anlage zu tun hätten, verneint die Gründerin. "Ich denke nicht, dass die Maschine günstiger sein wird."
Doch egal, mit wem sie letztlich ins Geschäft kommt - nach Abwägung aller Argumente werde bei der Entscheidung auch ihr Bauchgefühl eine Rolle spielen. "Das hat mich noch nie im Stich gelassen." Selbst wenn rationale Gründe dagegen gesprochen hätten.
Teil 2: "Was Beratung angeht, gehöre ich zu den Skeptikern."