Karriereaussichten: optimal. Das ist die Zustandsbeschreibung am Arbeitsmarkt für Ingenieure. Und die gefragten Spezialisten können nicht nur die spannendsten Arbeitsaufgaben und Berufsfelder für sich reklamieren, auch in Sachen Gehalt bieten sich beste Möglichkeiten. Berufseinsteiger können bereits Top-Gehälter verlangen, zeigt eine Studie des Karriereportals Alma Mater.
Demnach liegt das durchschnittliche Gehalt für frisch ausgebildete Ingenieure bei knapp 44.000 Euro im Jahr, inklusive Prämien und finanziellen Nebenleistungen wie Urlaubsgeld oder 13. Gehalt. In manchen Bereichen ist die Summe jedoch auch höher. So können Ingenieure im Vertrieb rund 44.500 Euro verlangen - auch ohne Berufserfahrung. In Forschung und Entwicklung liegt die Jahres-Vergütung derzeit bei etwa 44.332 Euro, in der Fertigung bei 44.201 Euro im Einkauf bei 43.743 Euro und in der IT bei 43.686 Euro, so die Gehaltsstudie 2012, die 6300 Vergütungsangaben aus mehr als 1000 deutschen Firmen zusammenfasst.
Auffällig: Auch Trainees werden ordentlich vergütet - der durchschnittliche Verdienst liegt bei 42.115 Euro pro Jahr. Kaum Unterschiede lassen sich dagegen feststellen, wenn man die einzelnen Studienabschlüsse betrachtet. 78 Prozent der befragten Firmen sehen sich mit Master-Absolventen gut gerüstet. Drei Viertel der befragten Firmen stellen auch Bachelor ein. Gut 83 Prozent setzen außerdem auf Diplom-Abschlüsse. Die Abweichungen zwischen ihnen sind laut Studie kaum festzustellen. Master- und Diplom-Absolventen haben lediglich einen kleinen Vorsprung von knapp 1600 Euro beim Jahresgehalt. Bedenkt man, dass Bachelors aber etwa zwei Jahre früher ins Arbeitsleben starten, gleichen sie das Minus durch mehr Berufserfahrung in jungen Jahren aus, was sich häufig spätestens im nächsten Job auszahlt.
Noch immer gilt jedoch die Faustregel: Je größer die Firma, desto höher das Gehalt. So zahlen Großkonzerne im Schnitt 45.262 Euro für die Einsteiger-Ingenieure. In kleinen Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern werden dagegen durchschnittlich nur noch knapp 41.000 Euro pro Jahr gezahlt.
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Über alle Branchen und alle Berufsgruppen hinweg liegt das Einstiegsgehalt bei durchschnittlich 40.825 Euro. Allerdings spielt die Branche durchaus eine Rolle. So verdienen Einsteiger im Fahrzeugbau, im Maschinenbau und der Elektrotechnik sieben bis zehn Prozent mehr als der allgemeine Durchschnitt. Berufsstarter im Tourismus liegen dagegen bis zu 35 Prozent darunter. Auch in den Medien, im öffentlichen Dienst sowie im Groß- und Außenhandel gelingt der Berufseinstieg nur mit deutlichen Abschlägen zum Durchschnittsgehalt - die Spanne zwischen den einzelnen Branchen ist mit 46.000 Euro bis 27.000 Euro inzwischen recht groß, so die Studie.
Regional gesehen kommen die Absolventen vor allem in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Bayern und Baden-Württemberg gut in den Job. In Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg wird dagegen weniger gut gezahlt. Die befragten Firmen sind sich jedoch im Klaren darüber, dass der Bedarf an Absolventen mindestens so hoch bleibt wie im Augenblick. Fast jedes zweite Unternehmen fürchtet angesichts des bereits bestehenden Fachkräftemangels, dass Nachwuchskräfte künftig noch stärker gefragt sind. Am höchsten sind die Verdienstchancen laut Alma Mater, wenn junge Leute nach dem Studium in der Fertigung oder in Forschung und Entwicklung anfangen - Einstiegsgehälter von 43.000 bis 44.000 Euro im Jahr winken.
Mehr Informationen unter: www.alma-mater.de