Drücken gibt's nicht, sonst klappt gar nichts mehr. Das scheint derzeit die Devise derzeit in deutschen Unternehmen zu sein. Denn die Studie "Workplace Survey" des Personaldienstleisters OfficeTeam des Beratungsunternehmens Robert Half International zeigt: Wenn in Ferienzeiten Not am Mann ist, krempelt selbst der Chef die Ärmel hoch und springt ein. Immerhin gut jeder dritte Vorgesetzte übernimmt dann zumindest einen Teil der Aufgaben seiner Mitarbeiter. Das gaben rund 1800 befragte Personalmanager aus 13 Ländern zu Protokoll.
Fast 70 Prozent der Mitarbeiter betrauen aber auch Kollegen mit der Urlaubsvertretung. Denn in den wenigsten Firmen können Zeitarbeitskräfte als Ersatz gebucht werden. Nur etwa sieben Prozent der Unternehmen leisten sich temporäre Unterstützung, um die Arbeit der abwesenden Kollegen erledigen zu lassen. Auch, wenn dies für alle Beteiligten deutlich relaxter wäre.
Die Erfahrung der Fachleute zeigt: Damit die während der Urlaubszeit liegen gebliebene Arbeit nicht überhand nimmt, gilt es, Standards vorzuarbeiten und die Vertretung ausreichend einzuarbeiten. "Für eine effektive Urlaubsvertretung ist es wichtig, Kollegen frühzeitig über laufende Projekte zu informieren und eine gute Übergabe zu machen", rät Sladjan Petkovic, Director bei Robert Half International. Im Bilde sollte allerdings auch der Chef sein, damit er notfalls eben einspringen kann.
Immerhin: Die Urlaubsrückkehrer brauchen oft nur ein bis zwei Tage, bis sie wieder im Stoff stehen - trotz unzähliger E-Mails im Posteingang, neuer Entwicklungen beim letzten Projekt oder sogar neuer Aufgaben, die sich während der Ferien ergeben haben. Rund zwei Drittel der Befragten gaben in der Workplace-Studie an, nach spätestens zwei Tagen ihren normalen Arbeitsrhythmus wiedergefunden zu haben. Knapp ein Viertel braucht sogar weniger als einen Tag.
Damit die Rückkehr in den Job nicht zu stressig wird und die Entspannung des Urlaubs noch ein wenig erhalten bleibt, raten die Robert-Half-Fachleute: