Strategie-Planung, Beschwerdemanagement, Kundenbindung – wie geht´s richtig? Welche IT-Standards sind aktuell? Wann hilft eine Wertanalyse? FTD und business-wissen.de sorgen für Durchblick. Für alle, die nicht nur mit Schlagworten operieren wollen.
Protokolle sind ein sehr wichtiges Instrument für die Dokumentation und Steuerung von Abläufen, Handlungen und Projekten in Unternehmen. Es geht nicht nur darum, die Ergebnisse von Besprechungen oder Workshops festzuhalten, sondern vor allem auch darum, zukünftige Aktivitäten aller Mitarbeiter im Unternehmen zu steuern.
Neben Aktennotizen, Vermerken, Berichten, Memos oder Telefonnotizen sind Protokolle eine Form, um Ereignisse im Unternehmen schriftlich festzuhalten oder zu rekonstruieren und die Informationen an andere weiterzugeben. Sie sind insofern ein wichtiges Kommunikationsinstrument und Organisationsinstrument. Der Nutzen von Protokollen ist:
Dennoch werden Protokolle bei Besprechungen nur ungern geführt. Auf die Frage: "Wer schreibt das Protokoll?" meldet sich kaum jemand freiwillig. Denn das Erstellen eines Protokolls ist eine aufwendige Aktivität, die beherrscht sein will, wenn man sich als Protokollant nicht blamieren will.
Nur die Kollegen und häufig auch die Chefs, die um die steuernde Wirkung von Protokollen wissen, schreiben diese gerne selbst. Sie wissen: Protokolle werden oft eingesetzt, um im Unternehmen Politik zu betreiben und Interessen durchzusetzen.
| Stichwort |
|---|
| Ein Protokoll im engeren Sinn hält fest, was bei einer Besprechung gesagt und beschlossen wurde. Da das Protokoll im Allgemeinen schriftlich niedergelegt wird, wird es auch als Niederschrift bezeichnet. Die wichtigsten Bestandteile sind der Vorgang bzw. das Ereignis, der Veranlasser und das Ergebnis. |
| Im weiteren Sinn wird der Begriff auch genutzt für Regeln für zwischenstaatliche Abläufe (diplomatisches Protokoll), für Vereinbarungen für den Datenaustausch im EDV-Bereich (Schnittstellen-Protokoll) oder für die Durchführung eines wissenschaftlichen Versuchs (Versuchsprotokoll). |
Im Folgenden erläutern wir die Funktion und den Aufbau von Protokollen für die Niederschrift von Ergebnissen aus Besprechungen. Das können Workshops, Projektbesprechungen, Teambesprechungen oder bilaterale Gespräche sein, wie etwa Mitarbeitergespräche, Zielvereinbarungsgespräche oder Gespräche zur Leistungsbeurteilung.
Es gibt unterschiedliche Formen von Protokollen:
Wir zeigen Ihnen in dieser Lösungshilfe, wie Sie Protokolle bei Besprechungen vorbereiten, worauf Sie beim Erstellen achten sollten und wie Sie Protokolle richtig einsetzen. Als Leiter oder Moderator einer Besprechung sollten Sie immer darauf achten, dass die Ergebnisse angemessen niedergeschrieben werden. Sonst ist die von allen Teilnehmern investierte Zeit verlorene Zeit!
Als Teilnehmer sollten Sie darauf achten, dass ein Protokoll erstellt wird, damit wichtige Ereignisse, Entscheidungen oder Vereinbarungen festgehalten werden. Auf diese werden Kollegen und Vorgesetzte immer wieder Bezug nehmen. Und falls diese nicht, nicht klar oder unvollständig dokumentiert sind, können sie Anlass für Konflikte, Streitigkeiten oder persönliche Nachteile im Unternehmen sein.
| Hinweis |
|---|
| Protokolle können bei Konflikten und Streitigkeiten helfen. Sie zeigen im Unternehmen, zwischen Abteilungen aber auch im Außenraum gegenüber Lieferanten, Kunden und anderen Partnern auf, was getan wurde und was vereinbart wurde. Sie sind deshalb wichtige Dokumente mit normativer, verbindlicher und verbindender Wirkung. Protokolle sind auch ein wichtiges Beweismittel, wenn es zu einem Streit oder sogar Rechtsstreit kommt. Und einige Protokolle sind Urkunden, wie beispielsweise die Niederschrift einer Gesellschafterversammlung. |
Teil 2: Die Vorbereitung der Protokollführung