Viele Fernsehzuschauer reizen die vorhandenen Möglichkeiten ihrer Geräte nur teilweise aus. Mehr Aufklärung tut Not. Die Faszination des Fernsehens aber ist ungebrochen - und ein wichtiger und wohl immer noch unterschätzter Faktor im Wettbewerb der Endgerätetechnologien.
Die zunehmende Verbreitung des Internets hat Reichweite und Dauer der Fernsehnutzung nicht - wie vielfach erwartet - beeinträchtigt. Ganz im Gegenteil: Das Fernsehen ist lebendiger denn je. Es wird länger ferngesehen als die letzten Jahre zuvor in Deutschland. Im Sportjahr 2010, mit der Winterolympiade und der Fußball-Weltmeisterschaft, ist ein weiterer Sehdauer-Rekord programmiert.
Die Bundesbürger investieren trotz Wirtschaftsflaute und Eurokrise mehr denn je in ihre Fernsehgeräte: Flache, optisch ansprechende Geräte lösen in immer mehr Haushalten die alten klobigen Röhrengeräte ab. Auf Basis der geäußerten Kaufabsichten lässt sich ziemlich sicher prognostizieren, dass Ende dieses Jahres der Flachbildschirm der dominierende Gerätetyp in deutschen Haushalten sein wird.
Dabei darf der neue Flatscreen auch etwas mehr kosten: Für immerhin 42 Prozent der Haushalte war das neue TV-Gerät die teuerste Anschaffung eines Einrichtungsgegenstands in den letzten drei Jahren. Diese hohe Zahlungsbereitschaft unterstreicht das ungebrochene Interesse am Fernsehen.
Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass dennoch in vielen Haushalten die mannigfaltigen Möglichkeiten der neu erworbenen TV-Geräte zur Erweiterung der Qualität und des Komforts bei der Fernsehnutzung noch nicht voll ausgeschöpft werden:
Die einfachste aller Möglichkeiten zur Optimierung des eigenen Fernseherlebens wäre eine bessere Platzierung der Fernsehgeräte im Wohnzimmer. Für die Röhrengeräte galt bisher eine Empfehlung für den optimalen Bildbetrachtungsabstand von ca. dem Dreifachen der Bildschirmdiagonale. Dies ist im Durchschnitt der Haushalte bei einer Diagonale von 67 cm und einem Abstand von 2,37 Meter in etwa der Fall.
Für Flachbildschirme gelten jedoch andere Regeln. Hier sollte der optimale Abstand bei etwa dem Dreifachen der Höhe des Bildschirmes liegen. Entsprechend der durchschnittlichen Größe von 91 cm läge der optimale Abstand bei ca. 1,70 Meter. Der tatsächliche Abstand dagegen beträgt 2,65 Meter. Hier wie auch bei den "Verkabelungsfragen" und HDTV wäre eine bessere Information und Aufklärung der Verbraucher durch Hersteller und Handel dringend empfohlen.
Teil 2: Das TV-Gerät steht weiterhin im Fokus - trotz Internet-Affinität