Bis 2050 soll Strom größtenteils aus Windkraft und anderen erneuerbaren Quellen kommen. So hat es die Bundesregierung mit der Energiewende vorgegeben. Unternehmer scheren sich jedoch bisher wenig um Ökostrom. Diesen Schluss erlaubt eine Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young zu nachhaltiger Unternehmensführung. Die Studienautoren haben untersucht, wie es um die gesellschaftliche Verantwortung der Unternehmen steht, mit Fragen zum sozialen Engagement, ökonomischer Nachhaltigkeit, aber auch Umweltschutz.
Strom aus alternativen Energiequellen rangiert auf dem letzten Platz der Energiesparmaßnahmen der befragten Unternehmen, nur ein Prozent versucht, seinen Energieverbrauch zu optimieren. Am meisten Mühe geben sich die Mittelständler beim Mülltrennen und Wiederverwerten. Beim sozialen Engagement stehen Spenden und Sponsoring ganz oben auf der Liste.
Insgesamt zeigt die Studie, dass nachhaltige Unternehmensführung im Mittelstand ein wichtiges Mittel ist, um Kunden und Mitarbeiter zu umgarnen. So nennen die befragten Manager nachhaltige Unternehmensführung als wichtigsten Faktor, mit dem sie neue Mitarbeiter für sich gewinnen wollen. Um die angestrebte, nachhaltige Führung zu sichern, haben jeweils rund 60 Prozent ein Unternehmensleitbild und Unternehmenswerte niedergeschrieben.