Die Markteinführung des Tablet-PCs iPad von Apple lenkt das Interesse von immer mehr Firmenkunden auf Software-Applikationen, kurz Apps. "Der Anteil der Apps, die von Firmenkunden genutzt werden, wird zunehmen", sagte Ralf-Gordon Jahns, Marktforscher bei Research2Guidance. "Applikationen sind für uns von strategischer Bedeutung, weil der Markt für Smartphones stark wächst", sagte Hilmar Schepp von SAP .
Der Softwarehersteller hat daher den Business Objects Explorer entwickeln lassen. Das im App Store erhältliche iPhone-Programm erlaubt den Außendienstmitarbeitern von SAP, über das Handy auf Kundendaten zuzugreifen. Ein weiteres Beispiel ist die Applikation iSixt des Autovermieters Sixt , mit der man Mietwagen für Geschäftstermine buchen kann. iSixt wird zwar wie viele Anwendungen nur kostenlos angeboten. "Der Trend wird aber in Richtung kostenpflichtiger Apps gehen", sagte Maurice Shahd vom Branchenverband Bitkom.
Apple dominiert zwar den App-Markt. Hauptkonkurrent Google mit seinem Betriebssystem Android holt jedoch auf. "Der Android-Markt steigt gerade massiv an", sagt Georg von Waldenfels. Der Geschäftsführer der Firma Lb-Lab war früher im Marketing bei Apple. "Man kann zwar gut von den Einnahmen durch eine iPhone-Entwicklung leben, man muss aber aufpassen, dass das nicht zur Gewohnheit wird."
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Seine Firma programmiert daher nicht nur für Apple-Produkte, sondern auch Android-Smartphones. Hauptkunden sind Medienhäuser. Das iPad steigert auch die Qualitätsanforderungen an die Programme. "Wir gehen davon aus, dass die Anwendungen immer komplexer werden und eine immer höhere Entwicklungszeit benötigen", sagt Armin Straßburger, Geschäftsführer der Programmierfirma ASZ Group, die vor allem Kunden aus den Bereichen Handel, Industrie, Dienstleistungen und Entertainment beliefert.
Das iPad wird die Nachfrage nach Anwendungen zwar stärken, soviel scheint sicher. "Trotzdem werden App-Nutzer aber hauptsächlich Smartphones nutzen", betonte Bitkom-Sprecher Shahd. Die Chancen der Konkurrenten, sich gegen Apple-Produkte zu behaupten, stehen offenkundig gut. Handyhersteller wie Nokia , HTC oder Samsung bringen immer mehr Modelle auf den Markt, die funktionieren wie das iPhone.