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Merken   Drucken   07.10.2011, 10:00 Schriftgröße: AAA

Technopolis: Das wird den Zeugen Jehovas nicht gefallen

Ein Telefon mit Türspionfunktion macht es möglich: nie mehr unliebsamer Besuch von Staubsaug- oder Religionsvertretern. So kann sich unser Autor ganz auf das 3D-Display eines Notebooks konzentrieren - das ist sowieso nur etwas für Egoisten. von Sönke Jahn
Elektronischer Türpsion Scope von Siedle   Elektronischer Türpsion Scope von Siedle
Auf der Lauer
Beim Telefon ist es einfach: Dank Rufnummernübermittlung kann ich bei jedem Anruf entscheiden, ob ich erreichbar sein will. Bei unangemeldeten Besuchern vor der Haustür ist das schon schwieriger. Denn bevor ich weiß, ob ich mit dem Summer die Tür öffnen möchte oder nicht, muss ich mich über die Gegensprechanlage selbst als durchaus anwesend zu erkennen geben.
Doch damit ist jetzt Schluss. Sobald es schellt, sagt mir das Siedle Scope, ob ich zu Hause bin oder nicht - je nachdem wessen Videobild die Kamera am Eingang auf das Farb­display schickt. Und dieser famose Türspion und -öffner funktioniert auch als schnurloses Festnetztelefon, das via Basisstation - entsprechende Installationen vorausgesetzt - sogar Wohntechnik wie Lampen, Jalousien und weitere Kameras ansteuern kann.
Und wenn ich nicht zu Hause bin? Lasse ich mir das Türklingeln aufs Smartphone weiterleiten. Dann bekomme ich zwar kein Videobild, kann aber mit meinen Besuchern über die Gegensprechanlage plaudern. Denn manchmal möchte man ja doch erreichbar sein. Circa 1600 Euro, www.siedle.de/scope
Toshibas Notebook Qosmio F750   Toshibas Notebook Qosmio F750
Toshibas Notebook Qosmio F750 ist eine noble, innen wie außen recht gut ausgestattete Windows-Klappstulle mit dem gewissen Extra: Sie spielt 3-D-Filme ab, deren stereoskopische Effekte ich ohne klobige Spezialbrille genießen darf. Möglich macht dies die sogenannte Active-Lens-Technologie, die die räumlichen Effekte per Gesichtserkennung und anschließendem Face-Tracking speziell auf mich zuschneidet. Hat die Webcam am oberen Displayrand mich erst einmal erkannt, folgt die Software meinen Kopfbewegungen und passt das 3-D-Bild dem veränderten Blickwinkel recht flott an. Wenigstens solange ich im Blickfeld der Webcam bleibe und meinen Kopf aufrecht halte.
Ein 3-D-Happening mit filmverrückten Freunden und ein, zwei Kästen Bier muss ich mir jedoch verkneifen. Jeden weiteren Zuschauer ignoriert die Gesichtserkennung, er sieht die raffinierten Effekte zumeist nur als unscharfe, verhuschte Action. Für mich allein aber stellt diese Player-Technologie ein beeindruckendes Gimmick dar, das mir je nach Filmvorlage mehr oder weniger großes Vergnügen bereitet. Die Möglichkeit, auch herkömmliche, "flach" gedrehte DVDs oder Blu-rays mit 3-D-Effekten künstlich auf­zuporschen, konnte mich dagegen nicht überzeugen. Ein verzeihliches Manko. Denn wenn man sich für ein Multimedia-Notebook interessiert, das mit gehöriger Speicherausstattung, sehr gutem Sound, mit Blu-ray-Brenner und modernen Anschlüssen, darunter ein TV-Tuner, mit einem fixen Prozessor und mit tüchtiger Grafik­leistung aufwarten kann, dann macht man mit dem Kauf dieses 15,6-Zoll-Notebooks nichts verkehrt. Circa 1500 Euro, www.qosmio.de
Philips Schallzahnbürste Sonicare Diamond Clean   Philips Schallzahnbürste Sonicare Diamond Clean
Philips Schallzahnbürste Sonicare Diamond Clean gibt uns bei der täglichen Plackerei im Kampf gegen Plaque mit bis zu 31.000 Bürstenbewegungen in der Minute Schützenhilfe. Dabei schäumen ihre diamantförmigen Borsten die Zahnpasta per Schall auf, verflüssigen und treiben sie vor sich her, um Karius und Baktus bis in den letzten Zahnwinkel den Garaus zu machen. Fünf Putzstufen mit vorein­gestellter Dauer und Intervall-Timer auch für die Politur und Zahnfleischmassage hat dieser smarte Saubermacher.
Überdies sieht er schick aus und liegt hervorragend in der Hand. Dem Akku attestiert Philips drei Wochen Kariesoffensive mit einer Ladung, zum Nachfüllen stellt man die Bürste einfach ins mitgelieferte Zahnputzglas - und dieses auf die Ladestation. Auf Reisen liefert ein USB-Kabel die nötige Energie. Alles in allem: pfiffig! 199,99 Euro, www.philips.de
Bluetooth-Schlüsselanhänger Zomm   Bluetooth-Schlüsselanhänger Zomm
Zomm ist ein Akronym, es steht für Zachry, Olivia, Madison - und Mutter. Die Mutter, deren drei Kinder ihre Anfangsbuchstaben für diesen Bluetooth-Schlüsselanhänger hergeben mussten, heißt Laurie Penix. Sie hat sich den Anhänger als "unsichtbare Leine" für all jene ausgedacht, die unterwegs gern mal ihr Handy liegen lassen. Per Bluetooth mit ihm gekoppelt gibt das kleine Ufo Laut, wenn man sich mehr als zehn Meter vom Mobiltelefon entfernt. Wer nicht nur vergesslich, sondern auch ängstlich ist, wird sich über den Panikknopf freuen. Lang genug gedrückt, stößt Zomm einen lauten Sirenenalarm aus und wählt auf Wunsch eine Notrufnummer. Auch als ­Freisprechanlage mit mäßigem Sound dient es zur Not. Circa 80 Euro, www.zomm.de
  • Aus der FTD vom 07.10.2011
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