Den Verliebten und Verlassenen hat Facebook ganz tief in die Seele geschaut - über den Musikgeschmack. Zum Valentinstag veröffentlicht das Netzwerk zwei Listen mit Musiktiteln: zum einen die zehn Musiktitel, die von Usern am meisten gehört werden, welche gerade ihren Beziehungsstatus auf Facebook auf "In einer Beziehung" geändert haben; die zweite Liste ist die Top 10 der Nutzer, die seit kurzem wieder "Single" sind.
Ausgewertet hat das die Statistikabteilung der Kalifornier, und man fragt sich natürlich, woher Facebook so gut Bescheid weiß über die Musikwünsche seiner Kunden an den Eckpunkten einer Beziehung. Seit September 2011 kooperiert das Netzwerk mit der schwedischen Musik-Website "Spotify". Dort können Nutzer über das Internet Musik hören; ein Streaming-Dienst, der im Prinzip funktioniert wie das Videoportal "Youtube", nur mit Musik und professionellen Anbietern. Um sich bei "Spotify" zu registrieren, braucht man einen Facebook-Account, und wenn man nicht aufpasst, tauchen die gehörten Songs automatisch im Profil auf - so eng ist die Verbindung von Facebook und der Musikseite.
Zwischen beiden Angaben der Nutzer (geänderter Beziehungsstatus und gestreamte Musik), haben die Facebook-Statistiker eine Korrelation erstellt - anonym, natürlich, aber trotzdem erstaunlich. Gezählt wurden nur Nutzer in den USA, hierzulande ist "Spotify" (zumindest offiziell) wegen Urheberrechtsgeschichten nicht erreichbar. Aus den Daten ergeben sich drei Erkenntnisse: Erstens: Liebe verwirrt, anders lässt sich mancher Song nicht erklären. Zweitens: Wer verliebt ist, ist glücklich, wer allein ist, eher nicht. Das ist banal, aber stimmt offenbar. Drittens: Im Hause Iglesias wird man enttäuscht sein.