Der libysche Revolutionsführer, schon immer für seine bizarren Aktionen bekannt, setzte sich diese Woche bei einem TV-Auftritt ausnahmsweise mal mit einem ganz klassichen Herrenaccessoire in Szene. von Malte Brenneisen
So ein Pech, es regnet, die Revolution wird für heute abgesagt. Eigentlich will Muammar al-Gaddafi auf dem Grünen Platz "mit jungen Leuten reden und die Nacht mit ihnen im Freien verbringen". Doch dann fängt es an zu nieseln und Libyens Noch-Machthaber bleibt lieber gut beschirmt im kuscheligen DDR-Lkw.
Von je her sorgte der Despot für bizarre Bilder, die genauso gut aus der "Muppet Show" stammen könnten. "Ich bin in Tripolis und nicht in Venezuela. Hört nicht auf die Ansagen der streunenden Hunde!": Auch sein 30-Sekunden-Interview vor bröckelnder Hausfassade avancierte sofort weltweit zum Kultauftritt, wohl auch, weil es einer seiner letzten gewesen sein wird.
Muammar al-Gaddafi mit Schirm bei seinem bizarren TV-Auftritt
Auf Facebook haben Bewunderer bereits die Gruppe "I am not in Venezuela" gegründet und lassen sich in Revolutionsführer-Pose mit Regenschirm ablichten. Durchaus verständlich, dass sie sich just diesen Auftritt zum Vorbild nehmen, präsentiert sich der Machthaber hier doch gleichermaßen volksnah wie alltagstauglich.
Läuft man im üblichen Gaddafi-Dress - Fantasieuniform oder Wüstencape - leicht Gefahr, als overdressed aufzufallen, kann man mit dem klassischen Herrenaccessoire nichts falsch machen und sich den Damen andienen als Bollwerk gegen Sprühregen und streunende Hunde. Und wenn einen gar keiner mehr haben will, dann stützt der robuste Stock immerhin noch auf dem schweren Gang in die Kurklinik.
Oh, là, là, Monsieur Hollande! Wet-T-Shirt-Look in Hemd und Anzug. Feuchtglänzender Zwirn, eng an den Körper geschmiegt, optisch ganz nah dran an Lack und Leder. Und das in den ersten Tagen im Amt als neuer französischer Präsident. Das hätte dem Mann niemand zugetraut.
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