Das will ich auch!:Prinz Felipes unsichtbarer Freund
Oh nein, denke ich bei seinem Anblick. Dieser erbarmungswürdige Kerl, der hier mit Prinz Felipe von Spanien so vertraulich Zwiesprache hält - was hat er denn da an? Alles nur, um sich beim Kriegspielen in Alicante nach Scharfschützenmanier zu verstecken? von Felix Haas
So ein Yeti-Kostüm, das möchte ich niemals tragen. Das Ding ist schwer, es juckt, man schwitzt darin schon nach Sekunden. Wahrscheinlich stinkt es sowieso, und dann konserviert dieses Tarngelöt noch meinen Schweißmief, bis es mir von den Schultern fällt. Zugegeben, beim Silvesterkostümball würde ich mit einer Sektdusche zum triefenden Sieger der Nacht gekürt. Aber mir kommt noch eine viel bessere Idee.
Der Spanische Kronprinz Felipe (l.) unterhält sich mit einem getarnten Soldaten
Ich mach es wie Felipe und such mir einen Freund, der das Ding für mich trägt. Der für mich einsteht bis in alle verdammte Ewigkeit. Wenn ich im Urlaub wandern gehe, ist er unsichtbar an meiner Seite. Stundenlang philosophieren wir über Krieg und Frieden, und wenn dann Wegelagerer aus dem Gebüsch springen, schlägt mein Gefährte sie mit einem schönen Haken k. o. Dank des Überraschungseffekts hat er natürlich leichtes Spiel.
Selbstverständlich würde ich meinem Freund hin und wieder auch erlauben, auf Partys die anderen Kostümierten in den dunkelsten Schatten zu stellen. Und wenn das Gezottel zu stinken beginnt, kauf ich ihm eben ein neues. Denn das Kostüm ist erschwinglich. Ein Freund aber, der mich überall rausboxt? Unbezahlbar.
Ghillie-Tarn-Suit zum Beispiel über Amazon, ab 50 Euro
Oh, là, là, Monsieur Hollande! Wet-T-Shirt-Look in Hemd und Anzug. Feuchtglänzender Zwirn, eng an den Körper geschmiegt, optisch ganz nah dran an Lack und Leder. Und das in den ersten Tagen im Amt als neuer französischer Präsident. Das hätte dem Mann niemand zugetraut.
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