Bilderserie Warum in einer schmucklosen Kiste die letzte Reise antreten, wenn man auch in einer Gitarre oder einem Flugzeug beerdigt werden kann? Eine Ausstellung in London zeigt, dass eine Bestattung keinesfalls eine rein bedrückende Angelegenheit sein muss. von Wiebke Anabess Kuhn und Jens Ressing
Sogenannte "Fantasy Coffins" haben eine lange Tradition in der Begräbniskultur Ghanas. Kane Kwei machte in den 50er-Jahren eine Kunst daraus. Für seine verstorbene Großmutter baute er einen Sarg in Form eines Flugzeugs, weil diese in der Nähe eines Flughafens wohnte, selbst aber zeit ihres Lebens nie geflogen ist. Sein Cousin Paa Joe baut seit 1974 Fantasiesärge, von ihm stammen die in der Ausstellung zu sehenden ghanaischen Exemplare.