Reiche Unternehmer sind spendabler als Millionenerben. Das ist ein Ergebnis der Studie "Vermögen in Deutschland", die am Mittwoch in Potsdam vorgestellt wurde. Dabei wies der Sozialwissenschaftler Wolfgang Lauterbach von der Universität Potsdam vor allem auf das hohe Engagement vieler Reicher hinsichtlich Spenden und Stiftungen hin.
"Wir haben herausgefunden, dass mehr als acht von zehn Befragten ein hohes Verantwortungsbewusstsein für gemeinnütziges Engagement zeigen, was sich in Geld- und Sachspenden im Wert von durchschnittlich 4500 Euro, Unterstützung von Hilfsprojekten, Mitgliedschaften in Vereinen sowie in Stiftungstätigkeiten widerspiegelt", sagte Lauterbach.
Die Wissenschaftler der Universitäten Potsdam und Münster sowie der privaten Sigmund Freud Universität Wien befragten für die - nicht repräsentative - Studie seit 2008 rund 500 Haushalte mit einem durchschnittlichen Vermögen von 2,5 Mio. Euro - das seien die oberen drei Prozent in Deutschland. Sie fanden dabei heraus, dass die meisten Wohlhabenden, nämlich 64 Prozent, aus der Mittelschicht stammten.