Salman bin Khaled Al Sebaei baut ein neues Haus für sich und seine Familie. Eins mit 36 Zimmern, Pool, Hubschrauberlandeplatz und Kinosaal. Der Rohbau steht, das Farbkonzept auch. Jetzt macht sich sein Innenarchitekt auf in die Welt, um die passende Einrichtung zu finden. Die Vorgaben des Scheichs aus Syrien sind einfach: "Bring mir vom Schönsten das Beste."
Die Fliesen für die Küche kommen aus einem alten Château in Südfrankreich, die Wohnzimmermöbel sind in New York bestellt, die Vorhänge liefert eine Manufaktur aus Italien. Fehlen noch die Teppiche. Zu den Zeiten von Scheich Mohamed, Salmans Vater, kamen sie aus Persien. Heute führt der Weg nach Deutschland. Nach Bochum.
Teppiche wie Gemälde
In der umgebauten Halle einer alten Maschinenfabrik hat Jan Kath seinen Showroom. Wie Gemälde hängen die Teppiche von den Eisenträgern unter der Decke. In Jutesäcke eingerollt, wartet die Ware darauf, zu den Kunden geschickt zu werden. Es riecht nach Rohseide und Schafswolle. Kath gehört zu den derzeit angesagtesten Designern handgeknüpfter Teppiche. Seine Kollektionen liegen in den Villen von Hollywoodstars und französischen Modezaren, in Nobelhotels in Japan und Dubai, arabische Ölmultis lassen mit seinen Kreationen aus Wolle, Seide und Kaschmir ihre Jachten auslegen.