Hier spricht der Fahrer:Jewgenij Kononow, unterwegs in Wladiwostok, Russland
In der Stadt mit der größten Verkehrsdichte Russlands gibt es wegen der Vorbereitungen zum Apec-Gipfel noch mehr Staus als ohnehin schon. Dafür darf man sich schon mal auf die neuen Straßen freuen.
Ganz Wladiwostok ist gerade eine Baustelle. Es heißt, in der Stadt wurde zuletzt vor 200 Jahren unter Graf Murawjow-Amurski so viel gebaut wie jetzt zur Vorbereitung des Apec-Gipfels. Der wird im nächsten Jahr stattfinden, ich freue mich jetzt schon auf die neuen Straßen. Viele Kollegen befürchten aber, dass es nach dem Gipfel wieder neue Bauarbeiten geben wird, weil die Straßen jetzt schnell husch, pfusch gebaut werden und nicht viel auf die Qualität geachtet wird.
Momentan ist die Arbeit sehr mühsam, man steht immer und überall im Stau, und wir verlieren viel Zeit. Für die 40 Kilometer Fahrt zum Flughafen braucht man manchmal vier Stunden. Aber nicht nur die Baustellen sind ein Problem. Die engen und steilen Straßen waren schon vor Beginn der Bauarbeiten ständig verstopft.
Jewgenij Kononow, Taxifahrer in Wladiwostok, Russland
Es gibt einfach zu viele Autos. Wladiwostok ist die Stadt mit der größten Verkehrsdichte in Russland. Jeder Zweite hat hier ein Auto, weil wir billige Gebrauchtwagen aus Japan importieren können. Bei 90 Prozent der Autos ist darum das Lenkrad auf der rechten Seite, obwohl wir Rechtsverkehr haben, aber daran gewöhnt man sich.
Leonid Breschnew hat Wladiwostok einmal als San Francisco des Ostens bezeichnet. Ob es dort auch so viel regnet? Trotzdem will ich von hier nicht mehr weg. Ich komme eigentlich aus Jekaterinburg am Ural und bin als Kind mit meinen Eltern hier an den Pazifik gezogen. Viele Leute sind in den vergangenen 20 Jahren von hier nach Moskau oder in den europäischen Teil Russlands gezogen, aber ich bleibe hier. Ohne Meer zu leben ist einfach kein Leben.
Oh, là, là, Monsieur Hollande! Wet-T-Shirt-Look in Hemd und Anzug. Feuchtglänzender Zwirn, eng an den Körper geschmiegt, optisch ganz nah dran an Lack und Leder. Und das in den ersten Tagen im Amt als neuer französischer Präsident. Das hätte dem Mann niemand zugetraut.
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