Die Macher dieses Spiels meinen: Es fordert ganz klar zur Gewaltlosigkeit auf!
Und nun wieder diese Diskrepanz zwischen Gezeigtem und Gemeintem. "Ich halte dieses Spiel für äußerst missglückt", sagt die dänische Medienforscherin Anne Mette Thorhauge. "Wenn man eine Botschaft vermitteln will, dann sollte diese verständlich sein." Auch die sozial- und familienpolitische Sprecherin der Sozialdemokraten, Mette Frederiksen, kritisiert die zweifelhaften Methoden als Grenzüberschreitung. "Man sollte die Seite vom Netz nehmen", sagt sie.
Was die Macher des Spiels nicht bedacht haben: Internetseiten sind weltweit abrufbar, die subtile Anti-Gewalt-Botschaft wird jedoch nur auf Dänisch erklärt. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass die Seite auch von Nutzern im Ausland besucht wird", sagt Kirsten Raffel Hermansen, Vorsitzende von "Kinder und Jugendliche in gewaltgeprägten Familien". Grundsätzlich aber stehe man zu der Kampagne, auch zu deren rüdem Erscheinungsbild. Es sei die einzige Art und Weise, wie man die Zielgruppe erreichen könne. Denn das Spiel richtet sich an Männer zwischen 15 und 20 Jahren, die derbe soziale Umgangsformen gewohnt sind. Um an diese jungen Menschen heranzukommen, so sieht es wohl der Verband, müsse man sich mitten in ihre Welt begeben: Allein das Vokabular - "Bitch", "Pussy" und "Gangsta"- verdeutlicht das.