Nicht jeder Joint hält, was er verspricht - im "Denver Westword" steht, welches Gras was taugt
Der 29-jährige Journalist, der sich hinter dem Pseudonym William Breathes versteckt, beurteilt in seiner wöchentlichen Kolumne "Highs and Lows" die Qualität von Marihuanasorten. Als er eine von zwei dafür eigens geschaffenen Stellen beim Stadtmagazin "Denver Westword" erhielt, konnte Breathes sein Glück kaum fassen: "Ich glaube, ich werde mich immer wie ein Kind im Süßwarenladen fühlen, wenn ich vor einem Regal mit 20 verschiedenen Weedsorten stehe", zitiert ihn die Nachrichtenwebsite Examiner.com. "Niemals werde ich mich daran gewöhnen, fürs Kiffen auch noch Kohle zu bekommen."
So kurios der Beruf des Haschkritikers auf den ersten Blick auch erscheinen mag, dass es ihn erst seit einigen Monaten gibt, ist eigentlich verwunderlich: Der legale Vertrieb und Verkauf von Marihuana ist in den USA in den letzten Jahren ein gigantisches Geschäft geworden.
Auf Kalifornien folgten seit 1996 weitere 14 Bundesstaaten, die den Verkauf von medizinischem Marihuana legalisierten. Allein Denver hat 200 Verkaufsstellen - und überholt damit zahlenmäßig sogar Starbucks. Da es ohne große Probleme möglich ist, sich die nötige Empfehlung vom Hausarzt zu besorgen, nimmt die Zahl der legalen Konsumenten mit jedem Monat weiter zu. Und wie Konsumenten anderer Produkte sind sie dankbar für Kaufempfehlungen.