Neues Hüftgelenk dank iPod - in Köln ist das jetzt möglich
"Bei der Hüfte ist der iPod mein Kontrollinstrument, zeigt mir in Millisekunden, ob Position und Beinlänge optimal sind. Bei Knieprothesen hilft er auch bei der Vorbereitung - wo ich den Schnitt ansetze", sagt er. "Eine ganz klare Vereinfachung des Arbeitsablaufs und eine verbesserte Präzision."
Das System, das Bäthis und seine Kollegen testen, funktioniert so: Am iPod, der in einer sterilen Hülle steckt, sind kugelförmige Antennen und ein kleiner Taststab angebracht. Ein Infrarot-Kamerasystem neben dem OP-Tisch kann den iPod über die Kugeln orten.
Der Taststab wird während der OP vom Arzt an die Stelle gehalten, in die das künstliche Gelenk eingepasst werden soll: "Die Gelenkanatomie wird registriert, digitalisiert, die Daten gehen an das Kamerasystem - die Berechnungen kommen in Millisekunden zurück an mich via iPod", sagt Bäthis. "Die komplizierte Navigationstechnik wird vereinfacht, der Operateur hat den iPod selbst in der Hand und genau im Blickfeld und muss sich nicht immer zum Monitor umdrehen."