Singapur setzt auf spielwütige Touristen und Geschäftsreisende. "Das ist ein völlig neuer Wirtschaftszweig", sagt der Ökonom Leong Wai Ho von Barclays Capital Research. Drei Jahre lang hat er im Auftrag der Regierung bei der Planung der Kasinos geholfen. Die Wirtschaft werde enorm von den Hotel- und Kasinoanlagen profitieren, so Leong. Bis zu 40.000 Arbeitsplätze könnten entstehen, rechnet der Volkswirt vor. Auch der Einzelhandel erhofft sich, dass die Kassen klingeln, wenn betuchte Touristen und Geschäftsreisende nach Singapur kommen. Um bis zu 1,7 Prozent soll die neue Branche offiziellen Plänen zufolge Singapurs Bruttoinlandsprodukt steigern.
Dass die Regierung kürzlich der Geldwäsche den Kampf ansagte, lässt die Kasinobetreiber unbeeindruckt. Künftig werden sogenannte Junket-Reisen strenger reguliert: Dabei werden Spieler, die hohe Einsätze machen, von Drittfirmen zu Kasinobesuchen eingeladen - ein Tor zur Geldwäsche.
"Wir sind nie davon ausgegangen, dass wir hier in Singapur viel mit Junket-Spielern zu tun haben würden", sagt Thomas Arasi, Chef von Marina Bay Sands. Er setzt ganz auf das legale große Geschäft.