Der Spitzenkoch Alfons Schuhbeck kreierte ein Menü für die Deutsche Bahn
Derzeit goutieren die Bahn-Fahrer vor allem den Erbseneintopf mit Ente und Speck, eine Kreation von Alfons Schuhbeck. 20.000 Teller Eintopf werden nach seinen Vorgaben jeden Monat bei den norddeutschen Cateringunternehmen Sander Gourmet und Müller Menü produziert, vakuumiert, eingefroren und an zehn Logistikstandorte Deutschlands verschickt.
"Für mich war es interessant, zu sehen, wie Cateringunternehmen von dieser Größe arbeiten", sagt Dirk Schröer, Chefkoch im Dresdner Sternerestaurant Caroussel. "Außerdem war die Menge eine große Herausforderung." Acht- bis zwölftausend Hauptgerichte verkauft die Bahn pro Sternekoch und Monat, Suppen noch mehr. 12.000 Hauptgerichte - dafür müsste Schröers Restaurant ein Jahr lang jeden Abend ausgebucht sein. Angst, dass die Qualität seiner Gerichte leidet, hat er nicht. "Ich habe ja ganz bewusst Gerichte ausgesucht, die machbar waren", sagt er. Eine Kaninchenkeule war es zum Beispiel nicht, davon konnten die Bahn-Caterer nicht genug auftreiben.
Kurzgebratenes und alles, was innen noch schön rosa sein soll, fällt auch aus, Niedrigtemperaturgaren, in der Sterneküche das A und O, geht nicht in einer mit Dampfgarern und Mikrowelle ausgestatteten Zugküche. Alles, was "ruhen" oder "ziehen" muss, kann man nicht machen. Also schrieb Schröer Rezepte für Königsberger Klopse ohne frische Kräuter, ein Geflügelgericht und zwei Eintöpfe. Die lassen sich am besten "regenerieren" - also aufwärmen.