Urlaub unter Palmen wird im kommenden Jahr erschwinglicher
Um wie viel der Urlaub im Vergleich zu diesem Jahr günstiger wird, hängt vom Reiseziel ab. Tui wird bei Fernreisen den Rotstift stärker ansetzen als bei Urlauben mit einer kurzen Anreise. "Angebote mit eigener Anreise bleiben im Preis unverändert", so der Tui-Chef Deutschland Volker Böttcher. Und: Wer sich für ein Reiseziel entscheidet, das die Krise deutlich spürt, wird nicht nur bei der Anreise sparen. Thailand, Bali, Südafrika und die Kanaren gehören dazu.
Hier sind die Hoteliers bereit, die leeren Betten auch für geringeres Geld zu vermieten. Neckermann kündigte zudem an, dass Reisen in die Türkei im kommenden Jahr um zehn Prozent billiger werden als in der zurückliegenden Saison. Die Veranstalter verzichten nicht auf Gewinn, sondern geben die günstigeren Preise - oder einen Teil davon - weiter, die sie mit den Fluglinien und Hoteliers ausgehandelt haben.
Die erwartete Nachfrage bestimmt das Angebot
Das geschieht nicht aus purer Selbstlosigkeit. Die Reiseveranstalter hatten in diesem Jahr vor allem ein Problem: Die Urlauber buchen immer kurzfristiger. Hotels und Flüge werden jedoch gut ein Jahr im Voraus reserviert. Für den Sommer 2009 hatten die Veranstalter schon im Vorfeld weniger gebucht und in Teilen reservierte Kapazitäten zurückgegeben, um Restplätze nicht zum Schleuderpreis verramschen zu müssen.
Wer, wie Öger Tours, dann überraschend viele spontane Buchungen einfuhr, kaufte ebenso umgehend weitere Flüge ein. Und für den umgekehrten Fall ist auch gesorgt: Um das Angebot je nach Nachfrage auszuweiten, habe man sich Zugriff auf Plätze gesichert, die zurückgegeben werden können, wenn sie nicht gebraucht werden, so Tui-Chef Böttcher.