Die von Apple-Gründer Steve Jobs für seine Familie entworfene Luxusjacht ist gut ein Jahr nach seinem Tod fertig geworden. Die am Sonntag auf der Werft Royal De Vries in den Niederlanden vorgestellte weiße Jacht mit dem Namen "Venus" sei das Schiff von Jobs, berichtete das niederländische Blog "One More Thing" und zeigt auch ein Video des Schiffes. Bei der Präsentation seien die Witwe Laurene Powell Jobs und die drei Kinder des Paares dabei gewesen, hieß es.
Die Werft wollte die Informationen des Blogs offiziell nicht bestätigen. "Die Familie legt Wert auf ihre Privatsphäre", sagte eine Sprecherin. "Unsere Kunden kommen zu uns wegen unserer Diskretion." Allerdings wurde aus Unternehmenskreisen bestätigt, dass das Schiff zu Wasser gelassen worden sei. Die Website von "One More Thing" war zu dem Zeitpunkt bereits zusammengebrochen - zu viel Traffic.
Dass der ansonsten eher für einen bodenständigen Lebensstil bekannte Jobs in seinen letzten Jahren an einer Luxusjacht arbeitete, wurde vor einem Jahr mit der kurz nach seinem Tod erschienenen Biografie bekannt. "Ich weiß, es ist möglich, dass ich sterbe und Laurene mit einem halb fertigen Boot zurücklasse. Aber ich muss damit weitermachen. Aufzuhören wäre ein Eingeständnis, dass ich am Sterben bin", hatte Jobs seinem Biografen Walter Isaacson gesagt.
Mit ihren geraden Linien und den großen Glasflächen passt die knapp 80 Meter lange "Venus" zu der Beschreibung aus Jobs' Biografie. Dem Bericht von "One More Thing" zufolge bekamen die beteiligten Mitarbeiter einen Dankesbrief der Jobs-Familie und einen iPod.