Wo bisher Geräte am Armband bestenfalls die erfasste Herzfrequenz nutzten, um das optimale Tempo vorzugeben, vermessen neue Sporthilfen die Strecke und zeigen bei Bedarf den Standort an. Inzwischen jedoch haben Sportausrüster die Digitaltechnik entdeckt. Wer bislang einsam gegen die Zeit anrannte, findet in immer klügeren Uhren Verbündete.
Physiologische und geografische Daten wandern in den Speicherchip und stehen zur späteren Analyse auf dem Computer bereit. Der finnische Hersteller Polar, mit Pulsmessern seit Jahren eine feste Größe im Sportbereich, bietet zu seinem Spitzenmodell RS 800 beispielsweise einen passenden externen Sensor an, der die Streckendaten ans Armgelenk funkt.
Ambitionierte Läufer verlassen sich meist auf einen Beschleunigungssensor der Marke, den sie am Schuh befestigen. Er registriert jeden Schritt und errechnet so .
Der reaktionsschnelle Chip kann mit jedem Intervalltraining mithalten und ist so genau, dass sich nach dem Training selbst die Schrittfrequenz ablesen lässt. Ein bisschen träger geht der größere GPS-Empfänger von Polar zu Werke.
Die erste Positionsbestimmung braucht einen kurzen Moment, und unter widrigen Umständen könnte auch mal die Ortung verloren gehen, weil das Signal zum Satelliten abreißt. Dafür zählt der GPS-Sensor auch beim Radfahren oder Skilanglauf zuverlässig die Kilometer.
Die wachsende Beliebtheit von Outdooraktivitäten, günstigere Messtechnik und die zunehmende Computeraffinität der Kunden reizen auch neue Anbieter. Suunto, wie Polar ein finnischer Hersteller, ist mit magnetischen Kompassen groß geworden und hat sich lange auf Taucheruhren konzentriert.
Vor ein paar Jahren übertrug er sein Know-how auf andere Sportarten und bietet heute eine Trainingsausrüstung nach Baukastenprinzip an. Dem amerikanischen Hersteller von GPS-Navigationsgeräten Garmin mag mit zunehmender Miniaturisierung die Idee gekommen sein, seine Technik auf Uhrengröße zu schrumpfen.
Garmins Modell Forerunner 305 ist wegen des integrierten Empfängers zwar recht klobig. Es punktet aber mit einem großen Bildschirm und zeichnet als einziges Gerät seiner Klasse Positionsdaten auf. Selbst Handyhersteller wie Nokia und Sony Ericsson bieten nun auf Jogger zugeschnittene Geräte an.
Teil 2: Läuferportale zum Informations- und Datenaustausch