Zum Glück gibt es noch Menschen mit Vorbildfunktion! Sie haben das gewisse Etwas, um das wir sie beneiden.
In Fragen der nationalen Sicherheit ist Fingerspitzengefühl gefragt - gerade was Äußerlichkeiten angeht. Die Guttenbergs zum Beispiel setzten an der Spitze des Verteidigungsministeriums erfolgreich auf Freizeitlook: Chinos, Karohemd und Fliegerbrille. Bloß nicht zu abgehoben, lieber informell und bürgernah.
Nordkoreas unerfahrener Staatschef Kim Jong-un dagegen bleibt bei Besuchen der Armee bisher beim kastig-kratzigen Autokratenanzug - der sicheren Lösung, mit der man als Diktator nichts falsch macht. Seine Frau Ri Sol-ju geht mit der Situation souveräner um. Zum Truppenbesuch vor wenigen Tagen besann sie sich auf Eleganz in gedeckten Farben: hellbeiges Kleid, schwarzer Blazer. Lediglich die Dior-Handtasche aus feinstem Lammleder funkelte neben ihr.
Hätte Carla Bruni dieses Täschchen ausgeführt, niemand hätte sich darüber gewundert. Bei Sol-ju grübeln die Medien, wo sie das Accessoire wohl herhaben könnte. Aus den Boutiquen von Pjöngjang ja wohl kaum! Und dann geifern Neider auch noch über den Preis von 1200 Euro, für den ein Durchschnittskoreaner ein Jahr schuften müsste. Wir finden: Qualität kostet eben! Zumal Kims Gattin Understatement beweist. Das Modell entstammt der Dior-Kollektion von 2010. Carla hätte sich mit solch einem ollen Beutel sicher nicht mehr gezeigt.
| Clutch von Dior Originalmodell vergriffen, ähnliche Exemplare etwa im KaDeWe Berlin, Tauentzienstraße 21-24, ab ca. 950 Euro |