Private Badesalons waren im 18. Jahrhundert ein Statussymbol für den Adel. In ihren Gemächern trafen sich die Damen zum Gesellschaftsbad in mobilen Wannen und tauschten die neuesten Gerüchte aus. 300 Jahre zuvor war man sogar noch freizügiger: König Eduard IV. von England lud seine Gäste zu sich in die Wanne – mit ihnen gemeinsam zu planschen war Ausdruck seiner Gastfreundschaft.
Auch ein Zeitgenosse der jüngeren Geschichte pflegte eine ausgeprägte Badekultur. Winston Churchill konnte stundenlang im warmen Wasser entspannen, während er – mit Whisky und Zigarre versorgt – seiner Sekretärin politische Reden diktierte. Allerdings ging er nicht so weit, sie zum Tête-à-Tête einzuladen. Sie musste brav mit ihrem Notizblock vor der Tür sitzen. Der historischen Badekultur setzt Devon & Devon ein opulentes Denkmal.
Der italienische Spezialist verwandelt Waschräume in prächtige Home-Spas. Auf der Cersaie-Messe in Bologna hat er im September seine neueste Kreation Mida präsentiert. Die frei stehende Wanne trägt ein Kleid aus 24-karätigem Blattgold. Gefährlich, sollte man meinen, doch ein transparenter, matt glänzender Emaillack sorgt dafür, dass nichts von dem Schatz abblättert.
Acht Wochen Lieferzeit muss der Käufer einkalkulieren, allein zwei Wochen dauert es, das Gold von Hand zu applizieren. Für große Schaumpartys ist Mida zu klein, dafür gestaltet sich die entspannte Ein- oder Zweisamkeit in ihr gar königlich.
Blattgoldwanne Mida von Devon & Devon 167 x 77 x 66,5 cm, 10.800 Euro, Armatur aus englischem Messing, circa 2100 Euro, www.devon-devon.com