Da ist etwa der dänische Imam Ahmed Akkari, der kürzlich weltbekannt wurde, weil er ein paar Zeitungskarikaturen nicht lustig fand und allen seinen Freunden rund um den Globus davon berichtete. Damit sie ihn auch richtig verstünden, legte er ein paar besonders geschmacklose Zeichnungen hinzu, die gar nicht in der Zeitung gestanden hatten. Der Rest ist schon Weltgeschichte.
Jetzt erhielt Akkari noch einmal Besuch von einem Arabisch sprechenden französischen TV-Journalisten. Man fuhr zusammen Auto, der TV-Journalist verstummte, die Kamera lief, Akkari plauderte mit einem Freund über dies und das, so über einen muslimischen, dänischen Politiker, der im Zuge der Affäre eine Organisation der moderaten, demokratischen Muslime gegründet hat. Akkari hatte eine gute Idee: "Wenn der Integrationsminister oder so etwas wird - warum schicken wir ihm nicht zwei Jungs, die ihn und sein Ministerium in die Luft jagen?"
Die Szene, die im französischen Fernsehen zu sehen war, hat in Kopenhagen für gewisse Aufregung gesorgt. Akkari war sich erst sicher, nie so etwas gesagt zu haben. Nach dem Hinweis auf das Video fiel ihm dann doch ein: Die Stimmung im Auto sei so locker gewesen, er habe bloß gewitzelt. Denn schließlich: "In Dänemark gibt es eine Tradition für Humor, Sarkasmus, Ironie und Scherze, und ich habe oft ähnlich scherzhafte Scherze von vielen verschiedenen Parteien gehört. Nicht nur von Muslimen." Wenn Sie mögen, dürfen Sie jetzt lachen.