Warum Opel keinen Opel-Motor haben, weiß ich nicht.
Ein andermal startete Opel eine Rückrufaktion. Als Entschädigung für die entstandene Unannehmlichkeit erhielt ich einen Gutschein über 25 Mark. Als ich ihn gegen neue Scheibenwischer einlösen wollte (Opel-Scheibenwischer sind wie Opel-Lack: Sie halten nicht lange. Ähnlich übrigens wie Isuzu-Lichtmaschinen), sagte mir Opel, dass der Gutschein nicht für Scheibenwischer gedacht sei.
Wieder ein andermal schloss die Beifahrertür meines Opel nicht richtig. Da ist nur ein kleines Teil defekt, sagte mir Opel, das kriegen wir hin. Ich fragte nach einem Kostenvoranschlag. Das sei bei einem kleinen Ersatzteil doch den Aufwand nicht wert, meinte Opel. Ich verzichtete auf den Kostenvoranschlag. Die Reparatur kostete mehr als 300 Mark.
Dieser Tage schreiben viele Journalisten ihre Opel-Erinnerungen nieder. Die Artikel tragen Titel wie "Du, mein Opel - sechs Liebeserklärungen ("FAZ") oder "Ein Leben mit Opel - ein nostalgischer Rückblick" ("taz").
Gäbe es eine Umfrage unter Journalisten, ob es okay ist, dass Opel mit zig Milliarden Steuergeld gerettet wird, die Zustimmung läge vermutlich bei 98,6 Prozent.
Ich selbst, um ehrlich zu sein, wäre eher unter den 1,4 Prozent zu finden.