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Merken   Drucken   04.02.2009, 20:16 Schriftgröße: AAA

Das Letzte: Gott, sein Vize und die Ex  

Was die Patzer von Barack Obama mit denen des Papstes zu tun haben - und warum die Abwrackprämie die Lösung ist. von Horst von Buttlar
Es ist an der Zeit, wieder mal die wahren Hintergründe der Ereignisse herauszustellen. Bei so viel Nachrichten schwirrt einem ja der Kopf.
Also: Da ist zum einen Barack Obama , dem sein Kabinett auseinanderfliegt und der das erste Mal einräumt: "Ich habe das verpatzt." Und da ist Papst Benedikt, dem die Kirche auseinanderfliegt, weil er einen britischen Nazi-Bischof ex-exkommuniziert hat, und der nicht sagt: "Ich habe das verpatzt." Und da sind jeden Tag ganz viele andere Nachrichten. Mehr dazu später.
Gewiss ist es ein Skandal, dass sich ein Deutscher für einen Engländer einsetzt. War dem Papst nicht bewusst, dass die Tommys immer noch behaupten, der Ball in Wembley 1966 sei im Tor gewesen? Viel schwerer wiegt allerdings, dass sowohl der Messias (Barack) als auch sein Stellvertreter (Papst) parallel versagen. Da Gott allwissend ist, kann ihm das nicht entgangen sein. Wie aber konnte er es zulassen? Kann man sich etwa nur noch auf den ADAC verlassen? Anders gefragt: Ist das Amen in der Kirche noch sicher?
Nun ist es nicht so, dass Vatikan und Himmel keine Krisen meistern können. Seit Jahren gibt es das Fegefeuer, eine Art Bad Bank für toxische Seelen, es gibt zudem die Möglichkeit, auf Wolke sieben zu schweben. Die Frage ist aber, ob die CSU da mitmacht.
Es steht also zu erwarten, dass Obama doch noch Bischof Williamson zum Handelsminister macht, der Vatikan würde im Gegenzug deutsche Altautos exkommunizieren (wenn die CSU mitmacht). Aber das bekommt der liebe Gott schon hin.
PS: Sollte jetzt noch etwas unklar sein, schreiben Sie uns.
  • Aus der FTD vom 05.02.2009
    © 2009 Financial Times Deutschland,
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